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Alles unter Kontrolle?

Soziale Netzwerke sind Internetplattformen, die es den Usern ermöglichen, sich über das Internet miteinander zu vernetzen. Die User haben die Möglichkeit ein eigenes Profil zu veröffenlichen: Wer bin ich? Welche Musik, Filme oder Bücher mag ich?
 
Die bekanntesten in Luxemburg sind Facebook, hi5, zap, habbo hotel, myspace StudiVZ. Manche User sind auf mehreren dieser Sozialen Netzwerke vertreten.
 
Als Erstes musst du dich registrieren und dann kannst du ein eigenes Profil anlegen.
Du kannst mehr oder weniger detaillierte Angaben zu deiner Person machen. Du kannst Texte veröffentlichen, Links zu interessanten Seiten und vieles andere mehr. Du kannst auch allen Menschen in deinem Netzwerk mitteilen was du gerade tust oder was dich gerade beschäftigt. Du kannst Musikdateien hochladen oder auch Videos von bekannten Videoplattformen einbinden.
 
Du kannst natürlich auch Fotos hochladen und eines davon auswählen als dein “Profilbild”. Dieses Bild erscheint dann auf Hauptseite deines Profils, aber auch jedesmal wenn du bei anderen einen Kommentar oder eine Nachricht hinterlässt.
 
Auf deinem Profil erscheint die Anzahl und die Liste deiner “Freunde”.
Wenn du einen Namen in dieser Freundesliste anklickst, kommst du eventuell unmittelbar auf die Profilseite dieser Person, je nachdem wie sie ihre Privatspäre-Einstellungen eingerichtet hat. 
 
Doch genau wie im richtigen sozialen Leben muss man sich auch in sozialen Netzwerken an bestimmte Regeln halten und wissen, wie man sich und seine Privatssphäre schützt.
 

Folgende Ratschläge helfen dir dabei sicher in einem sozialen Netzwerk aktiv zu sein.

  1. Aufpassen, welche Informationen du veröffentlichst

      • Überlege gut, welche Informationen du in deinem Profil preisgibst. Bei deinen Freunden weißt du wahrscheinlich noch mit wem du es zu tun hast. Aber wie steht es mit den Freunden deiner Freunde oder wieder mit deren Freunden? Könntest du dir sicher sein, dass diese Menschen alle verantwortlich mit deinen Fotos oder etwa mit deiner Handy-Nummer umgehen würden? Sei dir bewusst, dass alles was du in deinem Profil von dir preisgibst, möglicherweise von sehr vielen Menschen, die du nicht kennst, gesehen werden kann. Damit gehst du auch immer das Risiko ein, dass es Menschen gibt die diese Informationen oder deine Fotos missbrauchen.
      • Du kannst dich schützen,
        • indem du ein Foto als Profilbild benutzt, auf dem du nicht klar erkennbar bist und das für deine Freunde umso lustiger ist. Sonnenbrillen, Schlapphüte, hochgekrempelte Mantelkragen, Kapuzzensweatschirts, Fotobearbeitungssoftware sind ideal als Instrumente der Tarnung.
        • indem du persönliche Informationen wie Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse oder deine Schule in sozialen Netzwerken nicht preisgibst.
        • indem du nicht alles veröffentlichst, was du gerade machst. Nicht jeder sollte erfahren wohin und um wieviel Uhr du irgendwo hin gehst. Falls diese Informationen für deine Freunde wichtig sind, gibt es genug andere Medien, die für persönliche Mitteilungen taugen: SMS, Chat-Programme, E-Mail oder Telefon.

  2. Erlaube nur Freunden Zugang zu deinem Profil

      • Stelle dein Profil so ein, dass nur deine Freunde Zugang haben. Nutze die Privatssphäreeinstellungen, die Soziale Netzwerke dir bieten. So können Fremde dir keine belästigenden Nachrichten schicken. Trotzdem bist du nicht von allem abgeschnitten, jeder hat dann immer noch die Möglichkeit dich als Freund/in anzufragen.

  3. Akzeptiere nur Freunde, die du wirklich kennst!

      • Es kann schon mal vorkommen, dass du Freundschaftsanfragen erhältst von Leuten, die du nicht persönlich kennst oder die du sogar noch nie gesehen hast. Solche Freundschaftsanfragen solltest du nicht akzeptieren, da du nicht weißt, um wen es sich handelt. Es gibt im Internet Menschen, die Soziale Netzwerke nutzen, um andere auszuspionieren und ihnen zu schaden.

     

  4. Achtung Foto!

      • Alles was du auf deinem Profil veröffentlichst, Texte oder Bilder, kann kopiert und damit geklaut werden. Also überlege gut ob du Fotos von dir zeigst und wenn ja welche. Stell nur solche Fotos von dir ins Netz, die jeder sehen darf: bevor du ein Bild hochlädst, überlege kurz wie es wäre, wenn deine Mutter, dein Vater, dein Lehrer oder dein ärgster Feind diese Fotos zu Gesicht bekäme. Denk daran, dass ein Bild, das einmal im Internet ist, für immer drin bleibt. Da Fotos auch getaggt werden können, wird es auch immer einfacher gezielt Fotos von bestimmten Personen im Internet zu finden.
      • Das Gesetz über das Recht am eigenen Bild sagt, dass man für die Veröffentlichung von Fotos von anderen Leuten deren ausdrückliche Zustimmung braucht und daher sollst du deine Freunde immer fragen bevor du Fotos von ihnen hochlädst und veröffentlichst.

     

  5. Keine persönlichen Mitteilungen veröffentlichen

      • In sozialen Netzwerken kannst du Nachrichten auf den Profilen deiner Freunde hinterlassen, die dann aber für jeden, der auf das Profil zugreifen kann, einsehbar sind. Das heisst: für ganz persönliche Mitteilungen sind solche Anwendungen nicht geeignet. Frag dich immer, bevor du etwas schreibst, wie das für dich wäre, wenn deine Eltern, dein Lehrer, dein ärgster Feind oder ein Fremder dies lesen würde.

     

  6. Was tun bei Problemen mit sozialen Netzwerken?

      • Wenn dir oder deinen Freunden jemand mit bösen Absichten begegnet, wenn dich jemand belästigt oder bedroht, kannst du dies in der Regel dem Betreiber der Seiten melden. Wenn du keine Antwort vom Betreiber bekommst, solltest du dich fragen ob du weiterhin diese Seiten nutzen willst.
      • Wenn du den Eindruck hast, dass ein Erwachsener dir oder deinen Freunden mit sexuellen Absichten begegnet, oder wenn jemand dich ausspioniert, hole dir Hilfe bei Erwachsenen. Rede mit deinen Eltern. Falls das nicht geht, suche dir jemand anderen. Du kannst auch bei der BEE SECURE-Helpline 26 64 05 44 oder beim Kanner-Jugendtelefon anrufen.

  7. Virtuelle Beziehungen sind auch Beziehungen…

     

      • Wenn du bei Freundschaftsanfragen Personen annimmst oder ablehnst, solltest du dir immer bewusst sein, dass dein Mausklick vielleicht auch deine reale Beziehung zu dieser Person beeinflussen wird.

     

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