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Soziale Netzwerke sind Plattformen im Internet, auf denen die Mitglieder freiwillig persönliche Angaben wie Alter, Beziehungsstatus, private Interessen oder die derzeitige Lebenssituation beschreiben und sich untereinander vernetzen (deshalb "Netzwerk"). Darüber hinaus hat man die Möglichkeit, private Fotos  (oft auch Videos) hochzuladen und seiner eigenen Persönlichkeit zum Beispiel durch den Beitritt in bestimmte Gruppen Ausdruck zu verleihen. Das Ziel besteht generell darin, mit anderen Benutzern in Kontakt zu treten und sich auszutauschen. Dabei entstehen schnell Sympathien und Zugehörigkeitsgefühle, sogar dann, wenn man sein virtuelles Gegenüber im realen Leben gar nicht kennt. Die Kommunikation geschieht meist über öffentliche Pinnwandeinträge, private Direktnachrichten, Live-Chats und/oder Diskussionen in Gruppen.

Genau wie im realen Leben, gibt es auch bei Sozialen Netzwerken einen „Gruppenzwang“. Besonders Jugendliche finden es wichtig, einem solchen Netzwerk beizutreten, wenn fast alle ihre Freunde auch Mitglied sind. Ausprobieren und mitreden können ist wichtig, um „up to date“ zu sein und dazuzugehören.

Darüber hinaus bieten Soziale Netzwerke die Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit und ohne großen Aufwand verschiedene Identitätsmodelle auszuprobieren und daraufhin direktes Feedback von der „Community“ (der Internetgemeinschaft) zu bekommen. Wer ein neues Party-Outfit hat oder eine neue Frisur, lädt davon einfach ein Foto hoch, das dann von den anderen Mitgliedern bewertet und kommentiert werden kann. Dabei ist es den meisten Jugendlichen wichtig, möglichst cool, sexy oder lustig rüberzukommen. Auch die Beliebtheit einer Person wird gerne nach neuen Maßstäben gemessen: Die Anzahl der „Freunde“ im sozialen Netzwerk – und mögen sie auch nur einmalige Bekanntschaften gewesen sein – zeigt, wie beliebt ein Nutzer ist.

Soziale Netzwerke helfen nicht nur bei der Selbstfindung, sondern auch beim Beziehungs-Management: Es ist leicht, darüber mit möglichst vielen Menschen in Kontakt zu bleiben, und vielleicht sogar neue Freundschaften zu bilden oder ehemalige wieder aufleben zu lassen. Praktisch ist auch die Kalenderfunktion: Man wird automatisch an Geburtstage erinnert, erhält Einladungen zu Partys und Veranstaltungen, oder kann selber Events erstellen und Einladungen verschicken.

Auch viele Stars aus Musik und Film, oder andere bekannte Persönlichkeiten, haben Profile oder zumindest „Seiten“ auf sozialen Netzwerken, über die sie ihre Fans regelmäßig mit Informationshäppchen aus ihrem Privatleben füttern. Auch wer selber kein dynamisches Profil betreibt, kommt bei sozialen Netzwerken auf seine Kosten, wenn er „einfach mal schauen will, was die anderen so treiben“.

Der Reiz, sich im Internet selber darzustellen und somit auch persönliche Dinge preiszugeben, birgt allerdings auch einige Risiken. Besonders Datenschutz ist in Sozialen Netzwerken ein heikles Thema. Dass man sich durch zu viele persönliche Offenlegungen angreifbar macht, wird leider allzu oft vergessen. Auch die Tatsache, dass „einmal im Netz – immer im Netz“ für alle Veröffentlichungen in der Online-Welt gilt, wird leider allzu oft außer Acht gelassen.

Deshalb gibt es hier einige Ratschläge zur Benutzung von Sozialen Netzwerken:

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