"Apprivoiser les écrans et grandir": eine angemessene Bildschirmnutzung für jedes Alter

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Am 5. Oktober 2018, zum Anlass seines 50. Geburtstags, lanciert der Service Audiophonologique du Luxembourg in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium eine neue Kampagne unter dem Titel  "Bildschirmmedien beherrschen und aufwachsen".

Für eine bessere Nutzung von Bildschirmmedien

Das Ziel der Kampagne ist klar: Eltern und Kinder sollen an einen verantwortungsbewussten Umgang mit Bildschirmmedien herangeführt werden. In einer Zeit in der Smartphones, Tablets und andere visuelle Hilfsmittel zu einem festen Bestandteil unseres Lebens geworden sind, erachtet das Gesundheitsministerium es als wichtig, ein Bewusstsein für den Schutz von Kindern im Zusammenhang mit einem übermäßigen Bildschirmmedienkonsum zu schaffen und sie vor den damit verbundenen Problemen zu schützen.

Die "3-6-9-12"-Regel von Serge Tisseron

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Die Kampagne "Bildschirmmedien beherrschen und aufwachsen" übernimmt die "3-6-9-12"-Faustregel des berühmten französischen Psychoanalytikers Serge Tisseron. Diese Regel gibt ein paar einfache Tipps im Zusammenhang mit vier wesentlichen Etappen im Leben der Kinder, nämlich dem Eintritt in den Kindergarten (mit etwa 3 Jahren), der Einschulung (mit etwa 6 Jahren), dem Beherrschen von Lesen und Schreiben (mit etwa 9 Jahren) und dem Eintritt in die Sekundarstufe (mit etwa 12 Jahren).

Hier ein Überblick der damit verbundenen Ratschläge:

Vor 3 Jahren

Die Kinder sollten Bildschirmmedien nicht ausgesetzt sein und Letztere sollten auch nicht als Mittel zum Lernen angesehen werden.

Zwischen 3 und 6 Jahren

Es wird empfohlen, die Bildschirmzeit zu begrenzen und gegebenenfalls mit dem Kind zusammen fernzusehen oder auf dem Tablet oder Smartphone zu spielen. Es ist wichtig, Bildschirmmedien nicht als eine Art Babysitter zu sehen oder sie zu benutzen, um die Kinder zu beruhigen.

Zwischen 6 und 9 Jahren

Es wird empfohlen, klare Regeln für die Nutzung festzulegen, die Kinder auf ihren ersten Schritten im Internet zu begleiten und die einzelnen Geräte mit einer Kindersicherung angemessen einzustellen.

Zwischen 9 und 12 Jahren

Es wird empfohlen, weiterhin strenge und klare Regeln festzulegen, was Bildschirmzeiten und Internetnutzung angeht. Außerdem sollte man frühzeitig über die dort vorhandenen Daten aufklären (BIG DATA, Fake News, usw.).

Ab 12 Jahren und älter

IEs wird empfohlen, die Bildschirmnutzung zeitlich zu begrenzen, das WLAN zu einer bestimmten Zeit auszuschalten und mit den Kindern über das, was sie im Internet gesehen haben, zu reden.

 

Die Kampagne ermutigt die Eltern ebenfalls dazu, Familienregeln für jedes Alter aufzustellen, zum Beispiel so:

  • Die Kinder nicht alleine vor einem Bildschirm lassen,
  • keine Bildschirmnutzung beim Essen (TV, Tablet, Smartphone...),
  • den Kindern ein Vorbild sein und Medien vernünftig und verantwortungsbewusst nutzen,

oder auch,

  • einen Ort bestimmen, an dem alle Familienmitglieder ab einer gewissen Uhrzeit ihr Handy deponieren.

Eltern, Lehrkräfte, ErzieherInnen, BegleiterInnen: gehen Sie mit gutem Beispiel voran

BEE SECURE schließt sich der Präventionskampagne des Service Audiophonologique und des Gesundheitsministeriums voll und ganz an.

Eine übermäßige Bildschirmnutzung kann dem Lernprozess und dem Schlaf der Kinder schaden und sogar Folgen für ihre kognitive und intellektuelle Entwicklung haben. Es gilt also, auf jeder Ebene ein verantwortungsbewusstes Verhalten an den Tag zu legen - bei Nutzungszeiten und auch bei Inhalten, die angeschaut, geteilt oder erstellt werden -, um den Kindern in unserem Umfeld ein Vorbild zu sein.

Unsere Kampagne 2014-2015 mit dem Titel « BEE BALANCED » bietet Ihnen Tipps und Tricks sowie ausführlichere Erklärungen, um Kindern zu helfen, das richtige Gleichgewicht für ihre Smartphone-, Computer- oder Tabletnutzung zu finden. Dort werden Themen wie übermäßiger Medienkonsum, die Gründe für eine solch exzessive Nutzung oder auch Computersucht behandelt.

Auch unser Ratgeber zur angemessenen Nutzung von sozialen Netzwerken für ErzieherInnen und LehrerInnen, "Auch digital ein Vorbild sein" geht genau in diese Richtung. 

 

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