In-App-Käufe und Freemium-Spiele können richtig teuer werden

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In-App-Käufe und Freemiums sind Modelle für die Vermarktung von Applikationen. Diese neue Strategie kann teuer für Sie werden. Wenn Ihre Kinder/Teenager Freemium-Games spielen oder Games, die In-App-Käufe (Käufe in der Applikation) anbieten, und dies über Ihre Kreditkarte abgerechnet wird, achten Sie darauf, was Ihre Kinder ausgeben. Um böse Überraschungen zu vermeiden, gibt Ihnen BEE SECURE einige Tipps.

Was ist ein Freemium-Spiel?

Die Videospiele-Industrie schätzt das Freemium-Geschäftsmodell sehr. Dieses Modell ist bei vielen Spielen für Smartphones und Tablets zur Norm geworden. Die Spiele kann man zwar umsonst herunterladen, doch es werden schnell zusätzliche kostenpflichtige Funktionen angeboten. Mit diesen Funktionen können Sie beispielsweise Dinge kaufen, die Ihnen helfen, schneller durch die Levels des Spiels zu kommen. Im Klartext: Statt zu warten, bis Sie weiterspielen können, sparen Sie Zeit, wenn Sie bezahlen, und der Spielfluss wird beschleunigt.

Die Strategie ist also folgende: ein Spiel an eine größtmögliche Zahl Kunden verkaufen oder umsonst verteilen, um dann kostenpflichtige Funktionen in der Applikation anzubieten, die den Spielverlauf flüssiger machen. Dieses System mit Mikrotransaktionen kann am Ende jedoch recht teuer werden.  

Sie finden normalerweise die Preise der unterschiedlichen Funktionen eines Spiels in den Details der Applikation im Store. Hier ein Beispiel des Spiels Temple Run 2 für das iPhone:

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Die Formulierung, auf die Sie achten sollten, ist „Bietet In-App-Käufe an“. Achtung, einige Preise können bei über 100 € liegen.

Beispiel Temple Run 2: Eine Art Gorilla ist Ihnen auf den Fersen, und Sie müssen rennen, um dem Monster zu entkommen. Ziel ist, so viele Kilometer wie möglich zu durchlaufen, ohne zu stolpern. Sie erhalten regelmäßig positives Feedback, in dem Ihr exzellenter Spielstil gelobt wird, um Sie zu pushen. Wenn Sie fallen, können Sie, indem Sie einen Edelstein eintauschen, das Spiel an der Stelle fortsetzen, an der Sie gescheitert sind. Diese Steine sind jedoch recht selten, und wenn Sie keine besitzen, können Sie für mindestens 0,99 Euro welche kaufen. Natürlich wird schnell und gerne gekauft, denn wieder von vorne anzufangen, kann lästig werden. Zudem setzen diese Applikationen stark auf soziale Netzwerke, wo Sie Ihre Highscores mit Ihren Freunden teilen können, um so Ihren Kampfgeist zu wecken.

Im Gegensatz zu anderen Verkaufsstrategien besitzen Sie in diesem Fall die Applikation nie wirklich ganz. Das was kostenpflichtig ist sind sofortige Kapazitätsfreigaben, zu deren Kauf Sie durch eine Frustration zu einem bestimmten Zeitpunkt im Spiel verleitet werden.

Achten Sie darauf, wie In-App-Käufe angepriesen werden, vor allem, wenn Ihr Kind/Teenager Ihr Smartphone oder Tablet verwendet.

 

Hier unsere Tipps:

1.     Deaktivieren Sie In-App-Käufe: Durch die Aktivierung der Einschränkungen kann man ein Passwort bestimmen, das bei einem Kauf eingegeben werden muss, oder verschiedene Arten von Käufen verhindern.

So geht’s, wenn Sie iOS verwenden:

                                

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2.     Konfigurieren Sie Ihr Tablet oder Smartphone so, dass Ihr Zugriffscode bei jeder Transaktion verlangt wird und nicht erst nach einer gewissen Zeit.

So geht’s, wenn Sie iOS verwenden:

In den Einschränkungen finden Sie den Tab „Passworteinstellungen“. Wählen Sie „Immer erforderlich“ und aktivieren Sie „Passwort erforderlich“.

 

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So geht’s, wenn Sie Android verwenden:

Gehen Sie im PlayStore in die Einstellungen. Tippen Sie auf „Authentifizierung für Käufe erforderlich“. Wählen Sie „Für alle Käufe bei Google Play auf diesem Gerät“.

 

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