Internetphänomen Momo – was Eltern und Pädagogen mit Kindern besprechen sollten

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Mitte 2018 wurde in den Medien auf einen WhatsApp-Kettenbrief mit der fiktiven Figur "Momo" hingewiesen der vor allem viele Kinder verängstigt hat. In BEE SECURE Schulungen zeigt sich, dass die fiktive Figur Momo vor allem an Grundschulen oftmals noch ein Thema ist. Aus diesem Grund möchte BEE SECURE nun hiermit darüber aufklären und hilfreiche Tipps für Eltern, Lehrer und Erzieher im Umgang mit derartigen Hoaxes bzw. Kettenbriefen geben.

In erster Linie, ist es enorm wichtig, die Kinder darüber aufzuklären, dass es sich bei "Momo" um eine fiktive Figur handelt und keine Gefahr besteht. Der Ursprung des Bildes von Momo ist der Kopf einer Skulptur, die in einer Kunstgalerie in Tokyo ausgestellt war. Bei Konfrontation mit gruseligen Bildern/Videos dieser Art sollten Kinder mit einer Vertrauensperson sprechen und das Bild/Video, mithilfe der Eltern, dem Plattform Anbieter melden.

Klären Sie Kinder über Kettenbriefe auf

Kettenbriefe über WhatsApp sind weit verbreitet – je jünger die Kinder sind, desto weniger können sie einschätzen, ob Kettenbriefe wahr sind. Vorsorglich schicken sie daher oftmals alles weiter. Meist werden nur harmlose Inhalte über Kettenbriefe massenhaft geteilt – manchmal beinhalten Kettenbriefe aber auch Todesdrohungen, Gruselgeschichten oder Nachrichten, welche einen großen sozialen Druck auslösen, weil sie mitunter die Beliebtheit eines Kindes messen.

Kinder und Jugendliche benötigen Unterstützung, um die verschiedenen Arten von Kettenbriefen einordnen zu können. Barbara Gorges Wagner, Leiterin des Kanner-Jugendtelefons betont, dass es extrem wichtig ist, den Kindern klar zu vermitteln, dass keinerlei Wahrheitsgehalt in den Drohungen der Kettenbriefe steckt und demnach keine Gefahr von ihnen ausgeht. Trotzdem sollte man die Nachrichten nicht weiterleiten und unbekannte Absenderinnen und Absender blockieren.

Enthält die empfangene Textnachricht zudem eine An- oder Bedrohung, sollte man diese der Polizei melden (Screenshot zur Beweissicherung) und sich einer erwachsenen Vertrauensperson anvertrauen. Anonyme und vertrauliche Beratung bietet außerdem die BEE SECURE Helpline (8002-1234). Auf BEE SECURE finden Sie weitere Tipps, wie Eltern und Lehrende Kinder beim Umgang mit Kettenbriefen unterstützen können.

Begleiten Sie ihr Kind beim Surfen

Viele Eltern befürchten außerdem, dass ihre Kinder solche ängstigenden Videos zu sehen bekommen. Jüngere Kinder sollten jedoch generell nicht unbeaufsichtigt auf YouTube unterwegs sein. Bei älteren Kindern sollten Eltern in Sicht- und Hörweite sein, denn leider lässt sich bei der Nutzung von Portalen mit nutzergenerierten Inhalten nie ganz ausschließen, dass sich unter dem vielfältigen Angebot sinnvoller Inhalte auch immer wieder ungeeignete Videos verstecken.

Nehmen Sie die Sorgen und Ängste ihres Kindes ernst

Auch wenn es sich bei "Momo" um eine fiktive Person handelt, und keinerlei Gefahr von dem Kettenbrief ausgeht, bleibt die Angst der Kinder dennoch real. In diesem Zusammenhang ist es demnach wichtig, die Sorgen der Kinder ernst zu nehmen und auf ihre Ängste einzugehen. Kinder, Jugendliche aber auch Erwachsene erhalten bei der BEE SECURE Helpline (8002 1234) anonyme und kostenlose Beratung und Hilfestellung.

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Original text von Klicksafe | Foto: pixabay.com