iPads für Sekundarschüler – worauf Eltern achten sollten

Am 15. September ist es soweit: In den Lyzeen im ganzen Land beginnt die Schule wieder. Für rund 1.000 Schüler wird dieser Schulstart ein ganz besonderer sein, denn sie erhalten im Laufe des Schuljahres ein Tablet. BEE SECURE erklärt, worauf Eltern besonders achten sollten.

 

Schon seit 2015 läuft das Projekt „Digital Classroom“, bei dem aktuell etwas mehr als 800 Schüler aus sieben verschiedenen Schulen im ganzen Land ein iPad zur Verwendung im Unterricht erhalten haben. Im kommenden Schuljahr sollen nochmal 1.000 Tablets verteilt werden, in den nächsten Jahren noch mehr. Ziel ist es, dass alle Sekundarschüler ein Tablet haben, das sie beim Lernen unterstützt. Kosten sind die iPads allerdings nicht: Die Familien müssen fünf Euro im Monat bezahlen, dafür dürfen die Kinder die Tablets aber auch den ganzen Tag (und nicht nur in der Schule) benutzen. Ein Tablet öffnet viele Möglichkeiten – wie kann es so eingestellt werden, dass das Kind bzw. der Jugendliche möglichst geschützt ist?

 

Kindersicherung aktivieren?

Während bei Grundschülern die Frage einer Kindersicherung leicht zu beantworten ist, richtet sich eine solche Sperre bei Sekundarschülern ganz klar nach dem Alter und der Reife des Kindes: Auf der 7e kann es sinnvoll sein, nicht-jugendfreie Inhalte zu sperren, bei älteren Jugendlichen lohnt es sich eher, mit ihnen über ihren Medienkonsum zu reden und klare Regeln auszumachen.  iOS  bietet auf jeden Fall entsprechende Einstellungen, mit denen sehr detailliert verschiedenste Funktionen deaktiviert werden können, z.B. die Möglichkeit, Apps zu installieren, Geld im iTunes-Store auszugeben oder eben auch Inhalte nach verschiedenen Altersstufen zu sperren.

Wichtig: Informieren Sie sich bei der Schule bzw. den Lehrern ihres Kindes, ob und welche Berechtigungen Sie ohne Bedenken sperren können. Eine genaue Anleitung, welche Sicherheitseinstellungen Sie bei einem iPad vornehmen können, finden sie unter diesem Link auf schau-hin.de.

 

 

Verhaltensregeln und Hinweise

Mit einem Tablet wird ihr Kind nicht nur beim Lernen unterstützt, sondern kann auch eine ganze Reihe Spiele-Apps ausprobieren und das Internet erkunden. Daher sollten Sie einerseits Verhaltensregeln ausmachen, z.B. Zeiten, zu denen gespielt oder das Gerät gar nicht benutzt werden darf. Natürlich sollten Sie sich auch selbst an solche Regeln halten und beispielsweise keine elektronischen Geräte am Esstisch verwenden. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Spiele-Apps vom eigentlichen Ziel des Gerätes ablenken, reden Sie mit ihrem Kind darüber und machen Sie ihre Bedenken klar.

 

Daneben sollten Sie mit ihrem Kind darüber reden, welche Inhalte es sich im Netz anschaut. Das Internet ist eine großartige Informationsquelle und Seiten wie Youtube sprechen Jugendliche ganz anders an als die traditionellen Schulunterlagen. So ist es nicht verwunderlich, dass sich Schülerinnen komplexe Themen aus Mathe und Naturwissenschaften gerne nochmal von Videos „erklären“ lassen. Leider sind neben viel hochqualitativen Inhalten auch sehr viele zweifelhafte Inhalte zu finden, zum Beispiel Verschwörungstheorien, Hate Speech oder Falschmeldungen. Reden Sie deswegen mit ihrem Kind darüber, wie es seriöse Quellen erkennen kann. Oft lohnt es sich auch, die Inhalte gemeinsam zu betrachten und darüber zu diskutieren. Kinder und Jugendliche müssen den Umgang mit Medien lernen – es ist wichtig, dass sie von ihren Eltern und Erziehern dabei nicht ganz sich selbst überlassen, sondern begleitet werden.

 

Wenn Sie weitere Fragen oder Probleme haben, können Sie sich jederzeit an die BEE SECURE HELPLINE wenden. BEE SECURE wünscht einen guten Schulstart! :)