"Luxembourg Guidelines": Gemeinsame Terminologie für den Kampf gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern

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Egal ob von sexueller Gewalt, sexuellem Missbrauch, oder sexueller Ausbeutung von Kindern die Rede ist – handelt es sich hierbei ausnahmslos um kriminelle Machenschaften, die unerträgliches Leiden für die betroffenen Kinder bedeuten. Die sexuelle Ausbeutung ist ein direkter Angriff und eine Verletzung der grundlegenden Rechte von Kindern und belastet sie für den Rest ihres Lebens.

Die NGO ECPAT (End Child Prostitution, Child Pornography and Trafficking of Children for Sexual Purposes) hat nun die sogenannten "Luxembourg Guidelines" veröffentlicht : http://luxembourgguidelines.org. Es handelt sich hierbei um ein Dokument, welches die verschiedenen Begriffe um das Themenfeld sexuelle Ausbeutung und sexueller Missbrauch von Kindern erklärt. Wenn Definitionen nicht gleich sind, lassen sich Delikte nicht vergleichen und es wird schwieriger sie zu bekämpfen. Somit soll nicht nur Klarheit auf nationaler Ebene geschaffen werden, sondern auch der Sammelprozess von Informationen soll vereinfacht und globalisiert werden.

Entwickelt wurden die „Luxembourg Guidelines“ auf Inititative von ECPAT Luxembourg und ECPAT International. Eine Arbeitsgruppe von Mitgliedern aus 18 verschiedenen Organisationen, denen unter anderem UNICEF, UN-Sonderbeauftragte und die Strafverfolgungsbehörden Europol und INTERPOL angehörten, setze sich mit der Thematik auseinander.

Nun besteht also ein ausführliches Werk, das einen Schritt im Kampf gegen die sexuelle Ausbeutung und den sexuellen Missbrauch von Kindern darstellt. Die Wichtigkeit von gemeinsamen Definitionen geht nämlich weit über Semantik hinaus: Nur, wenn eine gemeinsame Sprache verwendet wird, können effektive Maßnahmen getroffen werden.