Neues Pokémon-Handyspiel „Karpador Jump“ erobert die Bildschirme: worauf aufpassen?

Als vergangenen Sommer das erste Pokémonspiel für Smartphones erschien, war der Hype groß: „Pokémon Go“ verwandelte die halbe Welt für kurze Zeit zu Pokémontrainern. Beim neusten Spiel „Karpador Jump“ dreht sich alles um einen Fisch.

 

„Karpador“ (englisch: Magikarp, französisch: Magicarpe) ist schon seit der ersten Pokémon-Generation fester Bestandteil der Spielereihe. Im Gegensatz zu allen anderen Pokémon ist es jedoch „nutzlos“: Die einzige Attacke, die es beherrscht, nennt sich „Platscher“ – sie bewirkt jedoch überhaupt keinen Effekt beim Gegner. Trotzdem spielt das Fischpokémon im neusten Handyspiel die Hauptrolle: In speziellen Wettkämpfen lassen Karpador-Trainer ihre Fische um die Wette hüpfen – wer am höchsten springen kann, gewinnt.

 

So dreht sich im Spiel alles um das Fangen, die Aufzucht und das Training eines Karpadors. Das Pokémon muss gefüttert und zum Training gebracht werden, bevor es in mehreren Ligen gegen andere Karpadors um die Wette springen kann. Das Spiel, das für iOS und Android erhältlich ist, ist grundsätzlich kostenlos, basiert aber auf dem „free-to-play“-Prinzip. Das heißt, es ist möglich, Gegenstände im Spiel gegen echtes Geld durch In-App-Käufe zu erwerben. Dadurch lassen sich Vorteile für das eigene Karpador oder Dekorationen für das Aquarium freischalten. Das Spiel ist allerdings sehr fair gestaltet: Weder sind die Wartezeiten (etwa bis zur nächsten möglichen Trainingsrunde) sehr lang, noch ist es besonders schwer, die nötigen Goldstücke oder Diamanten für eine Dekoration im Spiel zu sammeln.

 

Eltern sollten dennoch mit ihren Kindern über In-App-Käufe reden und gemeinsam entscheiden, welche die beste Methode ist, um damit umzugehen. Wenn das Handy der Kinder nicht mit einer Kreditkarte verbunden ist, sind unangenehme Überraschungen ausgeschlossen. Ältere Kinder oder Jugendliche können mit Prepaid-Karten der Appstores von Apple oder Google Geld in Apps ausgeben, ohne dabei in Gefahr zu geraten, ihr Budget zu überziehen.

 

„Pausenspiele“ wie Karpador Jump haben einen gewissen Suchtfaktor, da häufige Aktivität im Spiel einen schnelleren Fortschritt bedeutet. Die Versuchung, ständig zu spielen, ist demnach natürlich groß. Auch über die Spieldauer sollten Eltern mit ihren Kindern Abmachungen treffen und ein Auge darauf halten, wie viel die Kinder spielen. Eine gute Idee ist es auch immer, das Spiel selbst auszuprobieren: Auch wenn sich die Faszination eines hüpfenden Comic-Fisches nicht jedem erschließen wird, so hilft es der Kommunikation zwischen Eltern und Karpador-Trainern sicherlich.

 

Links:
PokéWiki-Eintrag zum Spiel

Süddeutsche Zeitung: "Karpador Jump": Ehrenrettung für ein unterschätztes Pokemon