Private Browsing: Unsichtbar im Netz

Private Browsing

Wer zuhause, im Club oder in sonstigen Strukturen einen Rechner mit mehreren Anwendern teilt und keine individuellen Profile für die verschiedenen Benutzer installiert sind, sollte im privaten Modus zu surfen, um zu verhindern, dass andere User herausfinden welche Webseiten man besichtigt hat.

Private Browsing @firefox

Der Nutzen von Private Browsing reicht jedoch viel weiter. Tatsächlich werden viele, sehr viele persönliche Daten in den Browsern gespeichert. Diese verbinden sich oft automatisch mit unseren Google- und Facebook-Konten, was das Surfen profilgerechter macht und den Austausch mit Freunden vereinfacht. Das bedeutet aber auch, dass wir persönlich identifiziert werden, sobald wir beginnen im Netz zu surfen. Unsere komplette Identität, unser geografischer Standort, unsere Interaktionen mit unseren Freunden,… all diese Informationen werden an den Browser weitergeleitet.

In den „privaten Modus“ überzugehen, erlaubt es uns wieder zum unsichtbaren User zu werden, allerdings unter der Bedingung, dass wir uns dann nicht manuell bei Facebook anmelden. Nichtdestotrotz werden wir jedoch anhand unserer IP-Adresse und verschiedener technischer Parameter identifiziert (OS, Browser,…), aber nicht mehr. Das Private Browsing erlaubt uns im Web so zu surfen, dass wir nicht durch unser persönliches Profil oder profilbezogene Cookies erkannt werden.

Bestimmte Webseiten benutzen jedoch perfektionierte Techniken (z.B. Fingerprinting) die uns dann doch bei der zweiten Visite erkennen, auch wenn wir im privaten Modus surfen. Demnach sollte die Methode nicht überbewertet werden: wir werden nie komplett zum „Unsichtbaren“ im Web. Es ermöglicht uns lediglich nicht komplett nackt im Netz zu erscheinen.

Private Browsing empfiehlt sich vor allem, wenn wir einen Rechner in einer Gruppe teilen und wenn wir Recherchen im Internet vornehmen, fernab von unseren Gewohnheiten. Aber auch wenn wir den Verdacht haben, dass gewisse E-Shops uns anders behandeln als Otto Normal-User.