Twitter setzt neue Maßnahmen gegen Hate-Speech

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Das beliebte soziale Netzwerk twitter leidet, wie viele Seiten im Netz, unter einem Anstieg von Hate Speech und missbräuchlicher Nutzung. Oft geht der Hass so weit, dass Betroffene ihre Accounts löschen. Die Schauspielerin Leslie Jones, bekannt aus „Ghostbusters“ hatte zum Beispiel ihren Account zeitweillig aufgegeben, weil ihr der permanente Hass zu viel wurde. Nun setzt Twitter neue Maßnahmen, um besser mit Hate Speech umgehen zu können.

Verbesserte Mute-Funktion

Einerseits gibt es für die Nutzer nun eine verbesserte „Mute“-Funktion. Damit können jetzt nicht nur wie bisher einzelne Nutzer stumm geschaltet werden, sondern nun auch Begriffe, Hashtags oder Bilder. Diese Funktion ist auch separat für die Benachrichtigungen einschaltbar. Das heißt, dass Menschen, die z.B. im Rahmen eines Shitstorms Morddrohungen erhalten, einfach bestimmte Begriffe stumm schalten können und die Drohungen demnach nicht mehr sehen. Auch ganze Unterhaltungen können stumm geschaltet werden, so dass es für Außenstehende nicht mehr möglich ist, Menschen in eine Unterhaltung rein zu „zwingen“. 

Verbesserter Umgang mit Meldungen

Die Möglichkeit, Drohungen und andere Hassbotschaften auszublenden, hilft Betroffenen zwar im Notfall, an der Wurzel des Problems ändert es jedoch wenig. Twitter hat aber auch seine Policy und deren Vollstreckung angepasst. Obwohl freie Meinungsäußerung ein wichtiges Grundprinzip für twitter ist, wird das Unternehmen künftig schärfer bei Hassrede, die sich auf die Kategorien Hautfarbe, Ethnie, Geschlecht, sexuelle Identität, Behinderung und Religion beziehen, reagieren. Die Möglichkeit, Hassrede auf twitter zu melden, wurde überarbeitet. Dadurch soll nicht nur Opfern, sondern auch „Passanten“ geholfen werden, diskriminierendes Verhalten bei twitter zu melden. Der Prozess soll auch schneller und transparenter werden. Außerdem gibt twitter an, das Support-Team, das sich um Hate Speech kümmert, in letzter Zeit besonders geschult zu haben und interne Tools für den Umgang mit Hate Speech entwickelt zu haben. 

Quellen: