(Un)glücklich durch das Internet?

(Un)glücklich durch das Internet?

Heute, am 20. März wird der Weltglückstag gefeiert. Dieser Tag wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um darauf hinzuweisen, dass Staaten ihren Wohlstand nicht nur in materiellen Gütern messen sollten, sondern eben auch daran, wie glücklich ihre Bevölkerung ist. BEE SECURE nimmt den Tag zum Anlass, um einen Blick darauf zu werfen, was uns im Internet glücklich oder unglücklich macht.

 

Viele Social Media-Seiten sind so gestaltet, dass die User vor allem positives Feedback bekommen. So verschweigen Facebook und Twitter zum Beispiel, wenn jemand einen anderen Nutzer "entfreundet" und entscheidet, dem Account des Nutzers nicht mehr zu folgen. Auch die sogenannte Filterblase ist auch ein Ergebnis davon, dass wir Nutzer uns auf Social Media Plattformen möglichst wohl fühlen und dadurch viel Zeit dort verbringen sollen. Trotzdem verbinden viele Menschen negative Gefühle mit sozialen Netzwerken. In einer Umfrage fand das Softwareunternehmen Kasperky heraus, dass die meisten Menschen sich durch nervige Werbung und "Entfreundung" eher schlecht fühlen. Andere Gründe für negative Gefühle sind Fotos von Parties, auf die man selbst nicht eingeladen war, unfreundliche Nachrichten, Posts über Politik und das Gefühl, andere hätten ein besseres Leben als man selbst.

 

Eine Studie eines chinesischen Forscherteams hat untersucht, wie sehr sich psychologische Bedürfnisse auch online befriedigen lassen. Sie haben dazu Studierende in ganz China befragt und sind zu dem Schluss gekommen, dass jene Menschen, die sich im täglichen Leben eher unglücklich fühlen, das Internet eher zum Befriedigen ihrer Bedürfnisse nutzen. Unklar sei jedoch, ob sich die das empfundene Glück auch in „echtes“ Glücksgefühl wandeln lässt.

 

Wer öfters anstrengende Diskussionen in sozialen Netzwerken führt, sich über das Weltgeschehen Sorgen macht oder sonst durch seine/ihre Aktivitäten im Netz unglücklich wurde, sollte überlegen, eine Pause zu machen. Meist ist ein Spaziergang an der frischen Luft, ein Treffen mit Freunden oder ein fesselndes Buch die beste Möglichkeit, weg von den schlechten Gedanken und dem Stress auf Social Media Seiten zu kommen.

 

Wer allerdings nur kurz Zeit für eine virtuelle Pause hat, kann auch online auf vielerlei Art glücklich(er) werden: z.B. durch Aussortieren von nervigen Kontakten aus der Freundesliste, das Deaktivieren von Push-Benachrichtungen. Auch sich bewusst Zeit zu nehmen für positive Inhalte und Aktivitäten kann sehr positiv stimmen- wie z.B: anderen freundliche Kommentare schreiben, Tierbabies anschauen oder auch einfach einmal online kreativ werden (z.B: mit Scratch).

Vielleicht macht ja auch alleine schon der Gedanke daran glücklich(er), dass man als Nutzer vieles selber in der Hand hat und auch für die eigene Sicherheit im Internet vieles selber tun kann? In diesem Sinne: BEE HAPPY :)

 

 

Quellen:

un.org:  International Day of Happiness

stern.de: Warum Social Media manche Menschen unglücklich macht

Does psychological need satisfaction perceived online enhance well-being?