Vergiftete Geschenke zu Weihnachten...

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Immer öfter erhalten Kinder Spielkonsolen, Smartphones und Computer zu Weihnachten. Es ist wichtig, Kinder bei der Benutzung dieser Geräte zu begleiten...

 

 

Weihnachten steht vor der Tür. Viele Kinder erhalten ihren ersten Computer oder Smartphone, andere bekommen Spielekonsolen oder mobile Spielekonsolen als Geschenk. Heute bieten die meisten dieser Geräte einen Internetzugang. Für viele Kinder ist dies das erste Mal, dass sie über eine Internet-Verbindung verfügen - manchmal ohne, dass ihre Eltern sich dessen bewusst sind.

Ein Spielzeug mit Internet-Zugang ist nicht nur ein Spielzeug ...

Bei Computern, Laptops, Tablets oder Smartphones ist es offensichtlich, dass man mit diesen Geräten im Internet surfen kann. Bei vielen anderen Geräten ist der Internet-Zugang jedoch weniger sichtbar. Viele Eltern sind sich nicht bewusst, dass zum Beispiel die neue Spielekonsole ihres Kindes eigentlich ein vollwertiger Computer mit eingebauten Web-Browser ist. Auch die meisten mobile Spielekonsolen der letzten Generation bieten eine Schnittstelle für drahtlose Netzwerke und können sich so mit dem Internet verbinden.

Informieren Sie sich, verwenden Sie die technischen Hilfsmittel...

Es ist daher wichtig, dass Eltern sich über die technischen Möglichkeiten dieser "Spielzeuge" im Voraus informieren. Eltern sollten in jedem Fall beim Kauf nachfragen, anschließend die Bedienungsanleitung lesen und das Kind beim ersten Einsatz der neuen Geräte begleiten.

Einen guten Überblick über die Problematik bietet BEE SECURE im Eltern-Bereich. Dort stehen neben Informationen auch Materialien und weiterführende Links zur Verfügung.

Bei einige dieser Geräte kann den Zugriff auf das Internet mit einem Passwort beschränkt werden. Andere bieten sogar Filter-Software, um - mehr oder weniger effektiv - den Zugang zu Material, das möglicherweise nicht für Kinder geeignet ist, zu verhindern.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das drahtlose Netzwerk, welches meist den privaten Zugangspunkt zum Internet darstellt. Drahtlose Netzwerke müssen immer durch ein Passwort geschützt werden, wodurch der Zugriff nur für autorisierten Geräte möglich ist. Einige Wi-Fi-Router erlauben sogar die Sperrung von bestimmten Terminals, die durch eine "MAC-Adresse" identifiziert werden - ein Weg, um den Internet-Zugang für bestimmte Geräte zu sperren, während er für andere möglich bleibt - unabhängig von der Verschlüsselung oder dem Passwort.

Im Falle eines Geräts mit 3G-Mobilfunkzugang ist es schwieriger, den Zugang zum Netz zu kontrollieren. Jüngeren Kindern sollte deshalb nicht erlaubt sein, solche Geräte zu verwenden.

Kontroll- oder Filtersoftware für das Internet ist sicherlich eine Alternative, aber ihre Installation und Wartung erfordern oft viel Zeit. Darüber hinaus können Filter leicht umgangen werden, oder diese sind nicht auf allen Geräten verfügbar. Es gibt daher besser, mit Kinder zu reden, statt sich auf das Verbot oder technische Kontrollmittel zu verlassen.

Begleiten Sie Ihre Kinder!

Zudem sollten Kinder nicht mit neuen Technologien allein gelassen werden - auch wenn die Versuchung groß ist, die Vorzüge “elektronischer Babysitter” wie etwa Spielekonsolen, Smartphones oder Computern auszunutzen. Kinder brauchen Aufmerksamkeit, Unterstützung und gegebenenfalls Hilfe im Umgang mit dem Netz. Es ist daher auch nicht empfehlenswert, jüngeren Kindern einen Computer eine Spielkonsole oder einen Fernseher ins eigene Zimmer zu stellen.

Mit jüngeren Kindern lohnt es sich auch, gemeinsam das entsprechende BEE SECURE Angebot für Kinder durchzuarbeiten. Auf unterhaltsame Art und Weise bekommen die Jüngsten so einen ersten Überblick über Bedrohungen und Schutzmaßnahmen im Netz.

Kindern sollte beispielsweise klar gemacht werden, dass die Nutzung technischer Geschenke gewissen Bedingungen unterliegt. Dabei sollte man von Anfang an mit den Kindern eine Reihe von Regeln ausmachen, die zu respektieren sind (siehe unten). Dies bedeutet keinesfalls, dass Kinder einer permanenten Überwachung oder strengen Verboten am Rechner ausgesetzt sein sollten, was eher kontraproduktiv wäre und Trotzreaktionen auslösen dürfte. Es geht vielmehr darum, Eigenverantwortung bei den Kindern zu schaffen und regelmäßig zu überprüfen, inwiefern die Abmachungen eingehalten werden.

Verhaltensregeln bei der Internetnutzung für Kinder:

1. Bin ich nicht sicher, ob eine Internetseite für mich als Kind gut ist, frage ich Mama oder Papa.

2. Was ich im Internet, mit dem Computer oder dem Mobiltelefon mache, darf niemand anderem schaden. Ich unterstütze auch niemand anderen dabei, Schaden zu verursachen.

3. Ich bin im Internet immer freundlich und höflich.

4. Ich verrate im Internet nichts über mich, keinen Namen, kein Alter, keine Adresse, keine Telefonnummer, kein Passwort und keine E-Mail-Adresse. Ich stelle auch keine Fotos von mir oder anderen ins Internet, auch nicht auf meine Homepage.

5. Bevor ich etwas anklicke, überlege ich genau, ob das für mich und andere gut ist.

6. Ich prüfe jede Nachricht kritisch, ob sie wahr ist.

7. Ich schütze mich zusätzlich mit technischen Mitteln. Hierzu zählen ein eingeschränkter Zugang, Passwörter, aktualisierte Programme, ein aktuali- siertes Antivirusprogramm sowie eine richtig eingestellte Firewall und ein Anti-Spyware-Programm.

8. Bei Problemen oder wenn ich ein ungutes Gefühl habe, wende ich mich an Mama oder Papa.

9. Ich mache nur jene Aufgaben und besuche nur jene Internetseiten, die ich im Unterricht von meinen Lehrern erhalte oder die ich zusammen mit Mama oder Papa abgesprochen habe.

10.Ich halte mich an die vereinbarte Computerbenutzungszeit.

Hüten Sie sich vor Viren!

Schließlich ist es auch wichtig, die technischen Sicherheitsmaßnahmen des Computers zu immer auf dem letzten Stand zu halten. Regelmäßige Updates des Betriebssystems und der Software sowie die Installation eines Antiviren-Programms sind nur die wichtigsten Maßnahmen.

Eine Reihe von Sicherheits-Ansätzen werden auf dem Portal BEE SECURE erklärt, vor allem in unserem "Safer Internet"-Dossier, das auch eine Reihe von Werkzeugen bietet, um die Sicherheit Ihres Rechners zu kontrollieren.

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