Vorsicht bei WhatsApp-Kettenbriefen!

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„Weiterleiten, wenn du nicht von einem Geist besucht werden willst!“, „100 € Gutschein!“, „Wie viele deiner Freunde mögen dich wirklich?“ – Kettenbriefe sind aktuell wie eh und je. Durch die Digitalisierung sind sie omnipräsent geworden. Doch Kettenbriefe, auch wenn sie vermeintlich harmlos wirken, können gefährlich werden! Grundsätzlich enthalten die meisten Kettenbriefe eine Form des Hoaxes oder der Lüge. Kamen Kettenbriefe früher per Post und später per Email, sind heute Messenger wie WhatsApp das primäre Medium, über das sie sich rasant verbreiten. Kettenbriefe tauchen oft in Wellen auf, nach einer gewissen Zeit des „Hype“ flaut eine Nachricht ab und wird durch eine neue ersetzt. Besonders beliebt sind Kettenbriefe bei Kindern und jungen Jugendlichen. Gerade die aber haben oft Schwierigkeiten, die Botschaften einzuordnen.

Es gibt verschiedene Arten von Kettenbriefen, die auf saferinternet.at genauer beschrieben sind. So warnen viele vor vermeintlichen Gefahren wie Geister, Viren oder Gebühren für die Nutzung des Services, andere schüren Hass oder verbreiten Gerüchte. Auch die Organisation von Flashmobs oder der Versuch, die eigene Beliebtheit zu messen, kommen vor. Richtig bedrohlich sind solche Kettenbriefe, die mit vermeintlichen Gutscheinen dazu locken, Links auf Schadsoftware zu klicken oder aber mit Horror-Stories besonders Kinder verängstigen.

Kettenbriefe sind nicht zu unterschätzen, da sie besonders auf Kinder oft einschüchternd oder gar verängstigend wirken. Auch wenn die Ängste, die in Kettenbriefen geschürt werden – nicht beliebt sein, Geister, der Tod eines nahen Menschen, lebenslanges Pech – irrational sind, so sind die Sorgen und Ängste der Kinder durchaus real. Es ist daher wichtig, dass Eltern und Erzieher Kindern klar machen, dass die Gefahren, die in Kettenbriefen beschrieben werden, nicht real sind und diskutieren sie, welche Kettenbriefe weitergeleitet werden können und welche nicht. Nicht jeder Kettenbrief ist bedrohlich, einige sind auch einfach nett. Den Umgang mit Kettenbriefen zu erlernen ist ein Teil der Medienkompetenz, die Kinder am besten früh durch Gespräche mit ihren Eltern oder Erziehern erlernen.

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