Vortrag : Grooming, Sexting, Sextortion

Am 10. Juni fand im Rahmen des Jahresprojektes „Medien und Sexualität“ der Erwuessebildung ein Vortragsabend zum Thema „Grooming, Sexting, Sextortion“ statt. Hier klärten Georges Knell von BEE SECURE und Laurent Goedert von der Präventionsstelle der Polizei das interessierte Publikum diesbezüglich über Hintergründe, Konsequenzen und Schutzmaßnahmen auf. Für Erwachsene oft unverständlich, ist das Versenden von intimen Fotos (Sexting) für viele Jugendliche ein selbstverständlicher Liebesbeweis, oder ein Ruf nach Aufmerksamkeit. Leider gelangen Nacktfotos schnell in die falschen Hände, beziehungsweise durch Teilen in sozialen Netzwerken und zigfach kopiert in die Öffentlichkeit. „Einmal im Internet – immer im Internet“, resümierte Georges Knell das erschreckende Phänomen und wies darauf hin, dass man sich als Opfer von Sexting (oder daraus resultierendem Cybermobbing) an eine Vertrauensperson, die Polizei und/oder die BEE SECURE Helpline wenden kann.

Wenn mit Nacktaufnahmen Geld erpresst wird, spricht man von Sextortion. Dieser fallen vor allem Männer zum Opfer, die sich während eines vermeintlich harmlosen Live-Chats zu sexuellen Handlungen vor der Kamera hinreißen lassen. „Viele lassen sich einschüchtern und bezahlen lieber hohe Geldsummen, als die Veröffentlichung der intimen Aufnahmen und damit den eigenen Ruf oder das Privatleben zu riskieren“, erklärte Laurent Goedert.

Dass man seine Kinder im Internet unbedingt schützen sollte, zeigten mehrere Beispiele von Grooming-Fällen in Luxemburg. Besonders ekelhaft: Hier wird oft über Monate ein Vertrauensverhältnis (oft gekoppelt mit Erpressung) zum Kind aufgebaut, das so stark ist, dass sich das Opfer zu fast allen Handlungen bereit erklärt.

BEE SECURE hat zu allen drei Themen (Grooming, Sexting & Sextortion) einen Ratgeber erarbeitet. Bei weiteren Fragen steht die Helpline zur Verfügung.