Wie schütze ich mich vor Erpressungstrojanern? BEE SECURE erklärt.

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Wie schütze ich mich vor Erpressungstrojanern? BEE SECURE erklärt.

Vor ein paar Wochen war es „WannaCry“, nun sorgten „Petya“ und "Not-Petya" für Aufregung – beides sind sogenannte Crypto-Trojaner, die ganze Computernetzwerke lahmlegen, Festplatten verschlüsseln und Geld für die Entschlüsselung fordern. BEE SECURE erklärt, wie Sie sich schützen können!

Die Frequenz und Heftigkeit, mit der diese Erpressungstrojaner auftreten macht deutlich: Es ist nötig, präventiv vorzugehen und sich einen wirksamen Schutz gegen Trojaner aufzubauen. Leider gibt es kein magisches Anti-Virenprogramm, das den eigenen Computer vor jedem Angriff schützt – Sicherheitslücken sind leider eine Realität, mit der wir umgehen müssen.

Stellen Sie sich vor, es gäbe einen Safe, der all ihre Wertgegenstände kopieren könnte, so dass Sie im Falle eines Diebstahls einfach die Kopie ihres Schmucks und ihres Geldes nehmen könnten. Würden Sie solch einen Safe benutzen? Für ihre Daten gibt es einen solchen „Safe“: Ein Backup! Die Erpresser, die mit den Crypto-Trojanern versuchen, ihnen Geld abzuknöpfen, haben nur eine Handhabe, wenn Sie ihre Daten nicht auch noch an anderer Stelle gesichert haben. Der wichtigste Schutz gegen Crypto-Trojaner ist also ein regelmäßiges Backup. Am besten ist es, sämtliche Daten auf einer externen Festplatte zu sichern. Diese darf jedoch nicht ständig am PC angeschlossen sein, da sie sonst im Falle einer Infektion mit einem Erpressungstrojaner ebenfalls verschlüsselt wird. Wie ein Backup im Detail funktioniert, ist sehr gut auf dieser Seite des Deutschen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erklärt. Eine andere Möglichkeit ist das Online-Backup in der Cloud.

Vor Datenklau und allgemein vor unbefugtem Zugriff auf ihren Daten können Sie sich schützen, wenn Sie ihre Daten verschlüsseln. Dazu gibt es verschiedenste Methoden: Sie können zum Beispiel eine gesamte Festplatte, ein Betriebssystem oder nur einen bestimmten Ordner verschlüsseln. Sollten Sie ihre Backups in der Cloud (z.B. Dienste wie iCloud, Dropbox, Google Drive oder OneDrive) speichern, sollten Sie sie davor auf jeden Fall verschlüsseln. Auch zum Thema Verschlüsselung gibt es eine gute Übersicht mit Anleitungen beim BSI.

Der dritte wichtige Punkt betrifft die Updates. Am besten ist es, sowohl ihr Betriebssystem als auch ihre wichtigen Programme wie z.B. Browser so einzustellen, dass diese automatisch nach Updates suchen und diese auch installieren. Damit vermeiden Sie, dass kritische Sicherheitsupdates erst spät oder gar nicht installiert werden. Bei Programmen, die keine automatische Update-Funktion haben, sollten Sie regelmäßig nach Updates suchen – Sie können sich eine Erinnerung in ihren Kalender eintragen, um dies nicht zu vergessen.

Wer diese Sicherheitsregeln befolgt, ist nicht nur vor Erpressungstrojanern geschützt, sondern gestaltet sein digitales Leben grundsätzlich sicherer. Das bedeutet weniger Stress – im Alltag und im Ernstfall!

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