Problematische Inhalte

Im Internet gibt es eine riesige Anzahl an Webseiten mit problematischen Inhalten. Dazu gehören Pornografie, politischer Extremismus,  Gewaltdarstellung bzw. -verherrlichung und selbstgefährdende Inhalte wie zum Beispiel Drogen-, Selbstverletzungs-, Depressions- und Suizidforen oder die Verherrlichung von Essstörungen unter den Pseudonymen „Pro-ANA“ (Anorexie) und „Pro-MIA“ (Bulimie).

Besonders auf Kinder und Jugendliche üben solche Inhalte einen gefährlichen Reiz aus. Sie lassen sich generell leicht von Onlinegemeinschaften faszinieren, denn diese bieten die Möglichkeit, Gleichgesinnte kennenzulernen und sich mit ihnen rund um die Uhr auszutauschen. In der emotionalen Entwicklungsphase, in der sich Jugendliche befinden, entsteht schnell ein Zusammengehörigkeits-, ein „Wir“-Gefühl. Gefährlich wird es dann, wenn Jugendliche die anfangs „nur mal so aus Neugierde“ reingeklickt haben, sich plötzlich mit der virtuellen Community identifizieren und sich im realen Leben von ihr beeinflussen lassen.

Beim Anschauen von Gewalt- und Pornovideos hingegen erfahren viele einen emotionalen „Kick“. Zu wissen, dass die Inhalte problematisch sind, verstärkt ihre Wahrnehmung als ein „aufregendes Erlebnis“. Häufig handelt es sich dabei auch um Gemeinschaftserlebnisse, bei denen besonders extreme Inhalte zur Anerkennung genutzt werden.

Verzerrte Wahrnehmung von Körper- und Schönheitsidealen, von Sexualität und dem sozialen Miteinander in der Gesellschaft können dazu führen, dass Betroffene den Bezug zur Realität verlieren.

Themen (new) : 

Problematische Inhalte

Deutsch
Pictogramm: 
surf.png