Als Eltern: Ist unser Kind Opfer von Cybermobbing?

  • Kinder oder Jugendliche, die gemobbt werden, haben oft große Schwierigkeiten darüber zu reden. Es braucht oft Zeit bis sie realisieren, dass das, was andere ihnen antun, sie verletzt und aus der Bahn wirft. Scham- und Schuldgefühle hindern viele Opfer daran sich Hilfe zu holen. Beim Cybermobbing kommt oft noch die Angst dazu, die Eltern könnten das Internet verbieten oder ihnen vielleicht sogar eine (Mit-)Schuld an dem Mobbing zuweisen.
  • Aber ein Kind gibt eventuell indirekte Signale :
    • es will nicht mehr zur Schule gehen
    • es klagt über Kopfschmerzen
    • es hat permanent Bauchweh
    • es erscheint verängstigt sobald es sich vor seinen Computer setzt
    • es verändert von einem Tag auf den anderen seine Internetgewohnheiten
    • es zieht sich immer mehr zurück
    • Tätern muss auch klar gemacht werden, das Cybermobbing-Aktionen nicht nur moralisch inakzeptabel sind, sondern dass viele auch durchaus einen Straftatbestand darstellen.
  • Als Eltern sollten sie
    • eine Vertrauensbasis zu ihrem Kind schaffen, damit es im Fall der Fälle den Mut hat, sich Ihnen anzuvertrauen.
    • Ihr Kind ernst nehmen.
    • Mit Ihrem Kind sprechen, und dabei vor allen Dingen auch erst einmal zu hören. Hier finden Sie Tipps für ein solches Gespräch.
    • Nicht pauschal bestrafen: gehen Sie sensibel auf den Fall ein und versuchen Sie, die Perspektive ihres Kindes zu verstehen. Oftmals ist ein Handy- oder Internetverbot nicht sinnvoll.
    • Gemeinsam nach einem Lösungsweg suchen.
    • die Schule kontaktieren: Oft geschieht Cybermobbing durch Mitschüler oder Schulkameraden. Durch Einbeziehung der Schule können Cybermobbing Fälle meist gut gelöst werden.
    • Professionelle Beratung in Erwägung ziehen, beispielsweise bei der BEE SECURE Helpline unter 8002 - 1234 oder beim Elterentelefon unter 26640555
    • Über rechtliche Schritt nachdenken: Bei Cybermobbing wird oft gegen ein oder mehrere Gesetze verstoßen. Sie haben das Recht, den/die Täter anzuzeigen. Erfahren Sie dazu mehr unter Anzeige erstatten.

Weitere, ausführliche Informationen und Tipps für Eltern gibt es unter folgenden Links:

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