Backup

Unter "Backup" versteht man die Sicherung von Daten. Sie ist von entscheidender Bedeutung für jedes informatische System. Denn ein Datenträger ist nur während einer bestimmten Zeit zuverlässig. Außerdem muss mit äußeren Einflüssen wie Schadsoftware oder menschlichen Fehlern (aus Versehen gelöscht) gerechnet werden. Damit sensible Daten dabei nicht auf dem Spiel stehen, muss eine Backup-Strategie umgesetzt werden. Dies bedeutet, dass eine Datensicherung in regelmäßigen Abständen (die Wichtigkeit der Daten entscheidet über die Frequenz) und nach einem vorher definierten System durchgeführt wird.

Tipps zur Wahl des Datenträgers:

  • Wechseldatenträger (CD, DVD, USB-Stick): sehr preiswert aber von geringer Datenkapazität und nicht lange haltbar; aus diesem Grund wird heutzutage nicht mehr geraten, diese Datenträger für Sicherungen zu benutzen (außer vielleicht für sehr geringe Volumen).

  • Magnetische Festplatten: kostengünstig, bieten die größten Datenkapazitäten und widerstehen recht gut der Degradierung und dem zeitlichen Verfall.

  • Flash-Speicher, SSD: teurer als herkömmliche Festplatten, sehr schnell, widerstehen am besten dem zeitlichen Verfall, aber ihr Preis lässt einen Einsatz zum Speichern von großen Datenmengen noch nicht zu.

  • Magnetbänder: bieten gute Speicherkapazitäten, sind aber teuer und wenig praktikabel, aber gut für sehr große Datenmengen geeignet.

  • Onlinedienste (cloud): Preis, Verfügbarkeit und Lebensdauer hängen sehr vom Anbieter ab; werden aber dank der hohen Übertragungsrate, die mit Glasfaser selbst den kleinsten Unternehmen zur Verfügung steht, immer interessanter.

Backups sollten regelmäßig gemacht werden. Je öfter, desto weniger Daten gehen im Ernstfall verloren. Falls Sie einmal in der Woche eine Datensicherung machen, werden Sie die Arbeit von höchstens einer Woche verlieren. Da der Speicherplatz begrenzt ist, empfiehlt sich eine Datensicherungsrotation. Es muss entschieden werden, welche Sicherungen Sie wieder mit neuen überschreiben können. Bei der wöchentlichen Datensicherung empfiehlt es sich, die sechs letzten Sicherungen aufzubewahren, um so über die Sicherung eines ganzen Monats verfügen zu können.

Es versteht sich von selbst, dass die Sicherungskopien der sensiblen Daten mit derselben Sorgfalt und denselben Vorsichtsmaßnahmen behandelt werden müssen, wie die Originaldaten. Im Idealfall werden die Sicherungskopien außerhalb der eigenen Struktur aufbewahrt, um bei unvorhersehbaren Schadensfällen (z.B. bei Feuer oder Vandalismus) einen Totalverlust der Daten zu verhindern.