Webseiten barrierefrei gestalten

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Das Internet bietet Menschen mit Behinderung einen bis dato nie dagewesenen Zugang zu Informationen und Interaktionen. Leider wird auch in Zeiten der erstrebten Gleichberechtigung noch sehr wenig Rücksicht auf spezielle Bedürfnisse genommen – besonders bei der Gestaltung von Webseiten.

So ist für sehbehinderte oder ältere Menschen oft die verwendete Schrift zu kein. Menschen mit Farbenblindheit können derweil den Text vielleicht nicht lesen, weil sie die grüne Schrift nicht vom roten Hintergrund unterscheiden können. Wer blind ist, verliert Zugriff auf eine Unmenge an nützlichen Informationen, und wer einen geschädigten Gehörsinn hat, dem bleiben in einem Video nur die Bilder zum Betrachten.

Woran ebenfalls oft nicht gedacht wird: Personen, die ihre Hände nur unzureichend bewegen können, schaffen es oft nichts, auf Links zu klicken, weil die klickbare Fläche viel zu klein ist, um sie treffen zu können. Und Personen mit Lernbehinderung ist der Text einer Webseite vielleicht viel zu kompliziert, um ihn verstehen zu können.

Dies sind Barrieren, die mit Hilfe von Web-Technologien schnell und einfach überwunden werden können.

Wie das geht, und welche kleinen Schritte jeder Seitenprogrammierer unternehmen kann, um das Internet für Menschen mit Einschränkungen attraktiver zu machen, das erklärt Modul 5 („Barrierefreiheit im Internet“) des druckfrischen Ratgebers „Barrierefreie Kommunikation“.

Der Ratgeber wurde gestaltet vom Familien- und Integrationsministerium, in Zusammenarbeit mit Info-Handicap und dem Kompetenzzentrum für Leichte Sprache (KLARO) der APEMH (Association des Parents d’Enfants Mentalement Handicapés). Er wurde von der Fondation Kräizbierg gedruckt.

Die 5 Module stehen als Download zur Verfügung oder können im Familienministerium angefordert werden (Joëlle Floener, Tel.: 247-86557, joelle.floener@fm.etat.lu).