Kettenbriefe, Hoaxes & Co.: die Plage mit der Verbreitung falscher Informationen im Netz

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Kettenbriefe, die im Internet falsche Informationen verbreiten, sind an der Tagesordnung, besonders in sozialen Netzwerken.  In letzter Zeit wurden besonders viele Hoaxes über das Nachrichtennetz WhatsApp verbreitet, manchmal sogar mit dramatischen Auswirkungen.  Die Anwendung hat deshalb vor Kurzem entschieden Maßnahmen zu ergreifen, um gegen diese "Tendenz" anzukämpfen. 

WhatsApp bekämpft die Hoaxes in seinem Netzwerk, indem es seine Politik bezüglich der weitergeleiteten Nachrichten überarbeitet. 

Eine Kennzeichnung soll weitergeleitete Nachrichten klar erkennbar machen

Seit dem 10. Juli 2018 ermöglicht WhatsApp seinen Nutzern an sie weitergeleitete Nachrichten dank einer gut sichtbaren Kennzeichnung schnell zu erkennen.

Auf diese Weise können sich alle gegen falsche Informationen wappnen, die im Netzwerk kursieren, insbesondere gegen die aktuellen Kettenbriefe in der App.   WhatsApp bittet seine Nutzer „sich genau zu überlegen, ob [sie] eine weitergeleitete Nachricht teilen [möchten]".».

Begrenzung der Anzahl an Weiterleitungen und Abschaffung der "Schnell-Weiterleiten-Funktion"

Seit dem 19. Juli 2018 ist WhatsApp außerdem dabei, die Begrenzung für die Anzahl an Nachrichten, die gleichzeitig weitergeleitet werden können, zu überprüfen und läutet eine Testphase hinsichtlich der Einschränkung dieser Möglichkeiten ein.   „Heute beginnen wir einen Test zur Beschränkung der Weiterleitungsfunktion, der für alle Benutzer von WhatsApp gelten wird." Außerdem […] "[...] entfernen [wir] die Weiterleiten-Taste neben Mediennachrichten."  »

Nachdem es in Indien durch das Teilen von falschen Informationen über die App zu Vorfällen kam, bei denen Menschen durch Lynchmorde zu Tode kamen, plant Whatsapp zudem die Grenze für Weiterleitungen dort zu senken.  „In Indien […] testen wir auch eine Untergrenze von fünf Chats, an die Nachrichten auf einmal weitergeleitet werden können“. »

Wie kann ich auf solche Kettenbriefe und andere Hoaxes reagieren? 

Am einfachsten ist es sicherlich, solche Inhalte schlichtweg zu ignorieren und sie zu löschen.  Wenn diese Sie trotzdem interessieren, rät BEE SECURE Ihnen Folgendes: 

  • Bleiben Sie kritisch:  Worum geht es in der erhaltenen Information? Ist sie vertrauenswürdig?  Von wem kommt sie?  Warum wurde sie an mich geschickt? 
  • Nachdenken, bevor man sich entscheidet zu teilen:  Ist es nützlich diese Information mit meinem Umfeld zu teilen?  Wird es die anderen stören? 
  • Sich bewusst sein, dass ein solcher Inhalt nicht unbedingt eine Drohung ist. Meist geht es darum, angenehme Dinge zu teilen.  Allerdings bedeutet das nicht, dass Sie sie teilen müssen.  Man muss über den Inhalt nachdenken, auch wenn er positiv ist und sich fragen, ob es wirklich nützlich ist, ob es den Gesprächspartner vielleicht stört und ob es wohlwollend ist.  
  • Regeln definieren für das Teilen oder Nicht-Teilen solcher Nachrichten, wie zum Beispiel:  nur positive Inhalte teilen und nur mit den Leuten, die mit solchen Inhalten einverstanden sind, nur teilen, wenn die Inhalte aus Ihrem engeren Kreis kommen, usw. 

Einen guten Umgang mit Kettenbriefen und anderen Hoaxes zu erlernen, gehört zur Medienbildung dazu, derer sich jeder von klein an bewusst sein sollte. 

 

Um mehr über das Thema zu erfahren: 

 

Fotos: pixabay.com und BEE SECURE | Quellen: WhatsApp, Numerama, L’Essentiel