Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert „Abhängigkeit“ als eine Krankheit, die jemanden davon abhält, den Konsum eines Produktes zu kontrollieren. Der Betroffene ist somit ständig auf der Suche nach der Aktivität oder dem Produkt, nach dem er einen Bedarf verspürt. Dies hat mögliche Folgen für sein Leben und seine Gesundheit.

 

Allgemeinheit

Die beste Lösung herauszufinden ob Ihr Kind tatsächlich zu viel Zeit mit Bildschirmen verbringt, ist mit ihm/ihr zu reden! Sie können zum Beispiel gemeinsam die Aktivitäten mit und ohne Medien analysieren (Kontext, Art der Aktivität, dazugehörige Gefühlslage) und sich auf die vorgegebene Tabelle und den passenden Fragebogen in  unserem Elternratgeber (S.13-14) basieren.

Betreffend Videospielen besteht laut Weltgesundheitsorganisation eine Abhängigkeit erst, wenn die betroffene Person ihre (Spiel)zeit nicht mehr kontrollieren kann und auf Kosten anderer Interessen und täglicher Aktivitäten spielt. Die Konsequenzen für das Wohlbefinden, die schulischen Leistungen oder die sozialen Kontakte werden die Person nicht dazu veranlassen, ihre exzessive Spielzeit zu reduzieren.

Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben oder Beratung benötigen, wenden Sie sich an die Beratungsstelle „game over“ der Anonym Glécksspiller a.s.b.l.

 

Ein offenes Ohr hat die BEE SECURE Helpline für jede Art von Problemen oder Fragen, die mit der Nutzung der neuen Medien zu tun haben. Man kann sie montags bis freitags von 09:00 bis 17:00 Uhr anonym unter der Telefonnummer 8002 1234 erreichen.

Wer glaubt, seinen Medienkonsum nicht allein in den Griff zu bekommen, kann sich an „ausgespillt“ wenden. Hier gibt es Hilfe Spezialisten auf dem Gebiet der Abhängigkeit von Computer und Co (Tel. 26 48 00 38).

 

Zur Orientierungshilfe, können Sie sich an die 3-6-9-12 Regel von Serge Tisseron, französischer Psychiater und Psychoanalytiker, wenden. BEE SECURE hat diese in Form eines Posters zusammenfasst.

Sie finden ebenfalls nützliche Informationen zu altersgemäßen Spiele-Apps und Webseiten auf klick-tipps.net, in der Broschüre „Digitale Spiele. Pädagogisch beurteilt “ und auf betterinternetforkids.eu.

 

 

Eltern

  • Verständnis entwickeln: Nicht allein der Betroffene, auch seine Familie und sein Umfeld müssen einsehen, dass der aktuelle Umgang mit dem Medium nicht länger tragbar ist und gemeinsam eine „Heilung“ anstreben.
  • Angehörige sollten wissen, wovon sie sprechen: Therapeuten stellen fest, dass Betroffene viel aufnahmewilliger für Ratschläge sind, wenn sie das Gefühl haben, ihr Gegenüber kenne sich ebenfalls mit dem Medium aus. Als Eltern und Angehörige kann es demnach helfen sich selbst mit dem Medium auseinandersetzen.
  • Hintergründe kennen: Alle Beteiligten sollten verstehen und nachvollziehen können, was die Attraktivität von Medien ausmacht und wie es zu Suchtverhalten kommt.
  • Eltern in die Verantwortung nehmen: Oft handelt es sich bei mutmaßlichen Suchtproblemen eigentlich nur um Probleme im sozialen Umfeld. Dann ist es Pflicht der Eltern oder Erziehungsberechtigten, mit dem Kind zu verhandeln und klare Regeln für die Mediennutzung festzulegen und auch durchzusetzen. Gleichzeitig müssen Möglichkeiten zur Aussprache und Alternativbeschäftigungen angeboten werden.
  • Geduld haben: Wenn die Beschäftigung mit dem Medium eine zentrale Rolle im Leben eines Menschen spielt, kann man nicht erwarten, dass er von heute auf morgen darauf verzichtet.
  • Ein offenes Ohr: Ein offenes Ohr hat die BEE SECURE Helpline für jede Art von Problemen oder Fragen, die mit der Nutzung der neuen Medien zu tun haben. Man kann sie montags bis freitags von 09:00 bis 17:00 Uhr anonym unter der Telefonnummer 8002 1234 erreichen.
  • Eine andere Hilfestelle ist der Verein „ausgespillt/gameover“, hier bekommen Sie Hilfe von Spezialisten auf dem Gebiet der Abhängigkeit von Computer und Co (Tel. 26 48 00 38).

 

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