Go to content
Navigation locale

Cybermobbing


 

Mobbing ist an Schulen schon lange bekannt in Form von diskrimierendem Verhalten auf verbaler, schriftlicher und auch physischer Ebene, mit dem Ziel, die betroffene Person einzuschüchtern, zu bedrohen, zu erniedrigen, zu belästigen oder zu verletzen.

Cyber-Bullying läßt sich als die High-Tech-Variante dieser Art von Verhalten definieren.
Man redet also von Cybermobbing wenn jemand die neuen Technologien benutzt um andere zu belästigen, zu diffamieren oder zu bedrohen, sei es per SMS, im Chat oder in einem Sozialen Netzwerk. 

Hier finden Sie einige wichtige Informationen zum Cybermobbing und Hinweise wie Sie Ihre Kinder schützen können:

Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien werden mit entsprechenden Absichten eingesetzt oder mit dem Ziel, ein Umfeld zur Förderung dieser Art von Verhalten zu schaffen.
Mittlerweile existieren zahlreiche Kontexte, in denen Cyber-Bullying betrieben wird: per E-Mail, in Foren, in Chatrooms oder über Instant Messaging, in sozialen Online-Netzwerken oder in Blogs, genauso über das Handy durch anonyme Anrufe oder SMS/MMS.

Mobbing und Cyber-Bullying können durch folgende Kriterien differenziert werden:
  • Cyber-Bullying ist an keinen bestimmten Ort und keine bestimmte Zeit gebunden - weder an die Freizeit noch an die in der Schule verbrachte Zeit.
  • Im traditionellen Mobbing wendet der Angreifer unmittelbar physikalische Kraft oder psychologische Methoden als Einschüchterungstaktik an. Cyber-Bullying erfordert eher computer- oder internet-technische Kenntnisse
  • Cyber-Bullying ist anonym, insbesondere wenn das Opfer den Autor des Vergehens ignoriert.
  1. Was können Eltern präventiv tun?

    • Bringen Sie ihren Kindern frühzeitig bei, keine persönlichen Daten oder allzu private oder intime Informationen zu verbreiten oder zu publizieren. So sind sie schon weniger angreifbar.
    • Machen Sie Mobbing zum Thema in der Familie: So weiß Ihr Kind Situationen, die es am eigenen Leib oder als Zeuge erfährt besser einzuordnen.
    • Ermutigen Sie Ihr Kind darüber zu reden.
    • Machen Sie ihm klar, dass es sich auf keinen Fall an Mobbingaktionen beteiligen soll.
    • Mit einem guten Passwort kann es böswilligen und missbräuchlichen Übernahmeversuchen seines MSN-Kontos oder seines Profils in einem sozialen Netzwerk vorbeugen. (siehe INTERNET SICHERHEIT).

     

  2. Mein Kind, Opfer von Cybermobbing?

    • Kinder oder Jugendliche, die gemobbt werden, haben oft große Schwierigkeiten darüber zu reden. Es braucht oft Zeit bis sie realisieren, dass das, was andere ihnen antun, sie verletzt und aus der Bahn wirft. Scham- und Schuldgefühle hindern viele Opfer daran sich Hilfe zu holen. Beim Cybermobbing kommt oft noch die Angst dazu, die Eltern könnten das Internet verbieten.
    • Aber ein Kind gibt eventuell indirekte Signale :
      • es will nicht mehr zur Schule gehen
      • es klagt über Kopfschmerzen
      • es hat permanent Bauchweh
      • es erscheint verängstigt sobald es sich vor seinen Computer setzt
      • es verändert von einem Tag auf den anderen seine Internetgewohnheiten
      • es zieht sich immer mehr zurück
      • ...

  3. Mein Kind wird gemobbt. Was kann ich tun?

    • Ermutigen Sie Ihr Kind, darüber zu reden. Dramatisieren Sie nicht. Setzen Sie Ihr Kind nicht unter Druck.
    • Erklären Sie ihm, dass es belästigende oder bedrohende Nachrichten nicht beantworten soll. Vielmehr sollte es die Möglichkeiten zum Ablehnen oder Blocken von Kontakten nutzen.
    • Im Falle eines Falles: speichern Sie die Nachrichten, Sie werden Sie gegebenenfalls als Beweismaterial brauchen. Üben Sie mit ihrem Kind, wie man einen Screenshot macht.
    • Melden Sie Missbrauch bei dem Provider oder bei den Administratoren des Internetangebots über das der Angriff erfolgt ist.
    • Zögern Sie gegebenenfalls nicht, Anzeige zu erstatten. Auch wenn es Ihnen so scheint als wären die Täter total anonym, können polizeiliche Nachforschungen durchaus die Identität der Täter aufdecken.
    • Für weitere Informationen oder persönliche Beratung können Sie sich auch an die BEE SECURE-Helpline wenden.

     

  4. Mein Kind hat andere gemobbt. Wie kann ich reagieren.

    • Kinder oder Jugendliche die andere belästigen oder bedrohen, oder die mehr oder weniger aktiv an solchen Aktionen beteiligt sind, sind sich oft nicht bewusst in welchem Maße sie ihr Opfer verletzen und seine Lebensqualität beeinträchtigen.
    • Es ist also wichtig solche Kinder oder Jugendliche mit den Folgen, die ihre Aktionen für das Opfer haben, zu konfrontieren. Eltern können Tätern helfen Verantwortung zu übernehmen und zu verstehen, dass das was sie als tollen Spass erleben, für das Opfer extrem verletzend und beeinträchtigend ist.
    • Tätern muss auch klar gemacht werden, das Cyberbullying-Aktionen nicht nur moralisch inakzeptabel sind, sondern dass viele auch durchaus einen Straftatbestand darstellen.

     

  5. Was sagt das Gesetz ?

    • Auch wenn Begriffe wie Mobbing, Bullying, Cybermobbing im luxemburger Strafgesetzbuch nicht vorkommen, so fallen solche Belästigungs- oder Bedrohungsaktionen sehr wohl unter diverse Artikel des Strafgesetzbuches: Bedrohung, Verleumdung, Rufschädigung, Beleidigung, Angriff auf die Privatsphäre, Rassismus und Diskriminierung.

     

Termine


Ein Screenshot ist quasi eine Bildschirmfotografie: das, was auf dem Bildschirm zu sehen ist, kann man als Bild abspeichern. Mit der Taste "Drucken" (oder "Print" oder "Print Scrn" - je nach Tastatur) lädt man den Bildschirminhalt in die Zwischenablage. Mit der Taste "Einfügen" oder den Tasten "Strg" und "v" lässt sich dieses Bild dann z.B.in eine Word-Datei kopieren.

Koordiniert von

SNJ Smile

Mit Unterstützung von

ec_ism
  • Ministère de la famille
  • Ministere de l'économie
  • Ministère éducation et formation

Partner


Copyright © BEESECURE