„Schick mir ein Foto“, ein Comic zum Thema Sexting

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Im Rahmen der ECPAT-Woche vom 18. bis 27. November 2019 hat der luxemburgische Verein, der gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern kämpft, den Comic „Schick mir ein Foto“ veröffentlicht. Der Comic behandelt das Thema Sexting und sein Gefahrenpotenzial. Diese Praxis ist in Luxemburg immer weiter verbreitet, besonders bei jungen Erwachsenen und Jugendlichen.

ECPAT You(th) Together: Jugendliche engagieren sich im Kampf gegen sexuelle Ausbeutung

Auch wenn die Informations- und Kommunikationstechnologien neue Möglichkeiten eröffnen und Inklusion fördern, halten sie auch Risiken für Kinder bereit, insbesondere im Feld des sexuellen Missbrauchs im Internet (Child Sexual Abuse Material-CSAM, Cybergrooming, Sextortion usw.). Mit dem Ziel diese Straftaten in all ihren Formen zu stoppen und vorzubeugen wurde in Luxemburg 1995 ECPAT gegründet. Heute bietet die Organisation Jugendlichen zwischen 15 und 25 Jahren die Möglichkeit, sich bei ECPAT You(th) Together zu engagieren. 

In diesem Rahmen erschien es der Arbeitsgruppe wichtig, auf das in Luxemburg derzeit weit verbreitete Sexting aufmerksam zu machenDie Jugendlichen von ECPAT gingen von folgender Feststellung aus: Man muss die Gefahren des Grooming und des Sexting, die in dem Maße zunehmen, indem die Nutzung der neuen Technologien steigt, ernst nehmen. Mit diesem Comic möchten sie Prävention betreiben und anderen Jugendlichen zeigen, wie sie sich selbst oder ihre Freunde und Verwandten, die möglicherweise Opfer dieser Art von Angriffen werden könnten, schützen können.

„Schick mir ein Foto“ setzt Ella in Szene, eine Superheldin, die Jugendlichen dabei hilft, sich vor den verschiedensten Formen der sexuellen Ausbeutung zu schützen. Hier hilft sie einem jungen Mädchen, die Folgen zu bewältigen, die es hat, wenn sie ein intimes Foto mit ihrem Freund teilt. Leider eine typische und häufig auftretende Geschichte, die jedem passieren könnte.

Andy Genen ist der Zeichner des Comics, der von verschiedenen Einflüssen inspiriert wurde: von den Jugendlichen, den Lehrkräften und dem Künstler selbst. Er ist bereits auf Französisch erhältlich und erscheint bald auch auf Deutsch.

Wer ist ECPAT Luxemburg?

ECPAT steht für End Child Prostitution, Child Pornography and Trafficking of Children for Sexual Abuse Purposes (also Kinderprostitution, Kinderpornopgrafie und Kinderhandel zu sexuellen Zwecken ein Ende bereiten). Die Vereinigung hat es sich zur Aufgabe gemacht, gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern zu kommerziellen Zwecken zu kämpfen, die breite Öffentlichkeit zu sensibilisieren und die öffentliche Meinung über Kinderrechte zu informieren. 

Derzeit zählt das internationale ECPAT-Netzwerk 106 Mitglieder in 97 Ländern. Es ist eine weltweite Referenz im Kampf gegen die sexuelle Ausbeutung und den Handel von Kindern.

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Quellen und bild : ECPAT Luxembourg