BEE SECURE Radar 2026: Bericht zur Medien- und Technologienutzung von Kindern und Jugendlichen in Luxemburg

Die fünfte Ausgabe des Berichts „BEE SECURE Radar“ zu aktuellen Trends in der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) durch Kinder und Jugendliche in Luxemburg wurde veröffentlicht. Der Bericht, der Entwicklungen im Bereich der IKT-Nutzung sowie damit verbundene Risiken beleuchtet, wurde am 10. Februar 2026 anlässlich des Safer Internet Day vorgestellt. Er bündelt die Ergebnisse der von BEE SECURE im Schuljahr 2024–2025 durchgeführten Befragungen. In dieser Ausgabe lag ein besonderer Fokus auf der Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI), insbesondere von Chatbots.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

Nach eigener Einschätzung tut Online-Kommunikation vielen jungen Menschen gut

Bei den 17- bis 30-Jährigen sind 57 % der Meinung, dass Chatten oder Online-Kommunikation zu ihrem psychischen Wohlbefinden beiträgt. 49 % nehmen auch die Nutzung von KI-Chatbots (wie ChatGPT) als positiv für ihr Wohlbefinden wahr.

Mehrheit bewertet den Einfluss sozialer Netzwerke auf das psychische Wohlbefinden negativ – Nutzung bleibt dennoch hoch

Obwohl 59 % der 17- bis 30-Jährigen angeben, dass soziale Netzwerke einen ungünstigen Einfluss auf ihr psychisches Wohlbefinden haben, bleibt die Nutzung intensiv: 11 % verbringen dort weniger als eine Stunde pro Tag, während etwa ein Drittel täglich vier Stunden oder mehr in sozialen Netzwerken aktiv ist.

Häufige Konfrontation mit Hassinhalten, besonders auf Social-Media-Plattformen

Unter den 17- bis 30-Jährigen geben etwa vier von fünf an, zumindest gelegentlich Hassrede gegen bestimmte Gruppen zu sehen (z. B. gegen Frauen, LGBTQIA+-Personen oder Hass im Zusammenhang mit Herkunft bzw. Religion). Rund die Hälfte begegnet auch zumindest manchmal Hassinhalten gegenüber Menschen mit Behinderung. Besonders häufig wird diese Exposition auf Instagram und TikTok genannt, gefolgt von Facebook und YouTube.

Chatbots gehören zum Alltag

Eine deutliche Mehrheit (84 %) der 17- bis 30-Jährigen nutzt Chatbots zumindest gelegentlich. 19 % verwenden sie täglich eine Stunde oder länger.

(Freundschaftliche) Beziehung zur KI?

Für einen Teil der 17- bis 30-Jährigen kann KI eine Art „Präsenz“ im Alltag darstellen: 17 % sehen sie als Freund, 20 % sagen, dass sie hilft, sich weniger allein zu fühlen, und 5 % meinen, dass sie Zeit mit anderen Menschen ersetzen kann – auch wenn 76 % weiterhin reale Gesellschaft bevorzugen. 45 % nutzen KI zumindest manchmal für persönliche Ratschläge, und 22 % sprechen Themen an, die sie sonst mit niemandem teilen würden.

Kritisches Denken und weitere Kompetenzen

Bei den 17- bis 30-Jährigen bewerten ein Drittel den Einfluss von KI auf ihr kritisches und eigenständiges Denken als negativ. 16 % beurteilen ihn als positiv, während 40 % keinen besonderen Einfluss sehen. Die Befragten geben an, dass Chatbots vor allem das kritische Denken und die Informationsrecherche stärker beeinflussen als soziale Kompetenzen oder Empathie.

Eltern sprechen relativ häufig über Online-Risiken, aber seltener über reale Online-Erfahrungen

Die Mehrheit der Eltern von Kindern zwischen 3 und 11 Jahren (62 %) und nahezu alle Eltern von 12- bis 16-Jährigen (97 %) geben an, bereits über Risiken im Internet gesprochen zu haben. Über konkrete Online-Erfahrungen (positive wie negative) wird dagegen seltener geredet. Etwa die Hälfte der Schülerinnen und Schüler sagt, dass sie nach einer schlechten Online-Erfahrung mit der Familie darüber sprechen würde, während etwa jedes zehnte Kind angibt, mit niemandem darüber zu reden.

Die vollständigen Ergebnisse und alle Analysen finden sich im BEE SECURE Radar 2026.

BEE SECURE Radar 2026 entdecken