Smarte Geschenke – oder doch nicht so schlau?

Bald bricht wieder die Zeit der Geschenke an – und im Sack vom Nikolaus oder unter dem Weihnachtsbaum liegen immer öfters „smarte“ Geschenke. BEE SECURE erklärt, worauf Sie achten sollten.

 

Neben den Klassikern wie Socken, Parfum oder Büchern werden zur Weihnachtszeit immer öfters Elektronikgeräte geschenkt. In einer Umfrage von 2016, die das Magazin „Idealo“ in Auftrag gab, gaben fast 20 Prozent der Befragten an, Elektronik zu verschenken. Dabei werden am häufigsten Smartphones, Tablets und Konsolen verschenkt. Dieses Jahr dürften sich die smarten „Assistenten“ von Google (Assistent) oder Amazon (Alexa) auch bei einigen unter dem Baum finden – diesem Thema widmete BEE SECURE im März bereits einen Newsbeitrag. Auch für jene, die sich oder ihren Liebsten mit einem Fitness-Armband etwas Gutes tun wollen, gibt BEE SECURE Tipps.

 

Abgesehen von den großen Anbietern gibt es auch viele andere Geräte, die mit dem Internet verbunden sind – sogenannte Internet of Things (IoT, Internet der Dinge)-Geräte. Auch im Bereich der Kinderspielzeuge gibt es immer öfters „smarte“ Puppen oder ähnliche Geräte, die durch ihre Verbindung zum Internet interaktiv auf Kinder reagieren können. Bei all diesen Geräten stellen sich einige Fragen – einerseits zur Sicherheit, andererseits zum Datenschutz. So war zum Beispiel die smarte Puppe Cayla Anfang des Jahres in Deutschland aus dem Verkehr gezogen worden, weil sie gegen das deutsche Telekommunikationsgesetz verstieß. Erst vor wenigen Tagen warnten Experten (AV Test) zudem vor diversen Sicherheitslücken bei Kinderuhren mit Ortungs- und Telefonfunktion; beispielsweise könnten Anrufidentitäten leicht gefälscht werden und ein jeder mit der Nummer der SIM-Karte die Uhr sogar fernsteuern.

 

Worauf sollte ich beim Kauf achten?

 

Vor dem Kauf eines „smarten“ Geschenks – egal ob digitaler Assistent, Smartwatch, Handy, Sport-Armband oder Kinderspielzeug, sollten Sie sich einige Fragen stellen:

 

  • Muss es wirklich ein „smartes“ Gerät sein oder reicht nicht auch ein Geschenk, das sich nicht mit dem Internet verbinden kann?
  • Sind die Verbindungen zwischen Gerät und Smartphone bzw. dem Internet gesichert, also verschlüsselt?
  • Welche Daten sammelt das Gerät und werden sie an den Hersteller weitergeleitet?
  • Wie sehen die Datenschutz- und Garantieerklärungen des Herstellers aus? Sind sie lediglich auf Englisch oder auch auf anderen Sprachen verfügbar?
  • Gab es in letzter Zeit „Leaks“ oder Meldungen über Sicherheitsmängel bei dem Hersteller?

 

Generell sollen Sie vor dem Kauf verschiedene Geräte miteinander vergleichen und Testberichte im Netz – besonders von Fachzeitschriften – lesen. Gerade in der Vorweihnachtszeit versuchen Geschäfte natürlich, mit Sonderangeboten zu locken. Es ist jedoch gerade in diesem Bereich auch immer besser, eine bewusste, durchdachte Kaufentscheidung zu treffen, anstatt ein paar Euro (auf Kosten des Datenschutzes und der Sicherheit?) zu sparen.

 

Weitere Infos von BEE SECURE zum Thema:

Factsheet: Vernetztes Spielzeug - 10 Dinge, die Eltern beachten sollten

Dossier Internet of Things

Gesund mit vernetzten Geräten?

Digitale Assistenten

Dossier Smart Toys

 

Quellen:
Idealo-Umfrage

 

Bild: Pixabay.com