Fernseher

Kaum ist Tom nach einem ganz normalen Schultag zu Hause, schaltet er auch schon den Fernseher an, neben sich auf der Couch eine Tüte Chips und eine Dose Cola. Beim Fernsehen kann er total entspannen, auch wenn er weiß, dass die meisten Sendungen nicht besonders niveauvoll sind. Das ist auch nicht wichtig, denn in erster Linie geht es darum, den Stress des Alltags hinter sich zu lassen. Toms Eltern arbeiten bis abends und seine Schwestern interessieren sich für andere Dinge. Da kommt der Fernseher genau richtig: Er ist immer da, bietet nonstop Beschäftigung und macht auch keine doofen Bemerkungen über Toms Aussehen oder sein Gewicht.

Fernsehen fesselt

Fernsehen ist eine passive Aktivität. Wir konsumieren das, was uns auf dem Bildschirm geboten wird: Spielfilme, Shows, Serien, Nachrichten und jede Menge Werbung. Letztere soll uns wiederum dazu motivieren, bestimmte Produkte zu kaufen und Lust auf das nachfolgende Fernsehprogramm machen. Kurzum: Beim Fernsehen ist alles darauf ausgelegt, uns regelrecht an die Couch zu fesseln.

Hinzu kommen die psychologischen Aspekte. Beim Fernsehen kann man ohne Eigenaufwand zumindest gedanklich in andere Rollen schlüpfen oder sich einfach nur amüsieren. Comedy-Sendungen verlangen kein großes Nachdenken und bieten dafür leichte Unterhaltung.

Zuviel macht träge

Kein Wunder also, dass viele Menschen einen Großteil ihrer Freizeit vor dem Bildschirm verbringen. Dabei sollte man jedoch darauf achten, dass immer noch Zeit für andere, aktive Dinge, wie Sport oder Kultur bleibt. Denn Tatsache ist: Vom Fernsehen wird man träge. Und Trägheit macht auf Dauer depressiv. Spätestens wenn einem der Kopf dröhnt, ist es höchste Zeit, sich aus dem Sessel zu bequemen und das Gerät auszuschalten. Wer seine Grenzen nicht kennt, und täglich zu lange vor dem Flimmerkasten sitzt, neigt zu Interesselosigkeit und genereller Passivität. Auch Nervosität und Aggressivität, wenn z.B. eine Sendung verpasst wird, sind ein deutliches Anzeichen für übermäßigen Fernsehkonsum.

Mit dem Fernseher in der Balance

  • Damit es nicht soweit kommt, sollten Eltern mit ihren Kindern Nutzungsregeln und zeitliche Einschränkungen festlegen.

  • Ein guter Tipp ist auch, sich im Vorfeld das Fernsehprogramm anzusehen und sich die Sendungen zu markieren, die einen interessieren, und die man anschauen will. So behält man den Überblick über die vor dem Bildschirm verbrachte Zeit.