Als Schadprogramme bezeichnet man Computerprogramme, die einem PC oder Server Schaden zufügen. Meist ist die Software so programmiert, dass sie Dateien beschädigt, verschlüsselt oder sogar löscht, persönliche Daten ausspioniert oder Spam-Nachrichten verschickt. Bei einer Infektion wird, ohne das Wissen des Nutzers, unerlaubte Software auf dem Rechner installiert, die sich von dort auch auf andere Geräte ausbreitet.

Allgemeinheit

Es gibt einige Grundregeln, wie man sich vor Schadprogrammen schützen kann. Die wichtigste Regel vorab: du bist dein eigener Schutz!

 

  • Clever klicken: Klicken Sie nicht wahllos auf einen Link oder einen Anhang, ganz gleich welche Größe oder Erweiterung die Datei hat. Der Anhang oder der Link könnte infiziert sein.
  • Halten Sie ihre Geräte und Software auf dem neuesten Stand: angebotene Updates für Smartphone Betriebssysteme sowie Updates für Apps ermöglichen es, Sicherheitslücken in dem System zu korrigieren und die Nutzer vor möglichen Unannehmlichkeiten zu schützen.
  • Benutzen Sie ein Antivirusprogramm:
    • PC: auch wenn heutige Betriebssysteme standardmäßig ein Antivirusprogramm integriert haben, wird trotzdem dazu geraten, ein weiteres Antivirusprogramm zu installieren.
    • Smartphones und Tablets (iOS und Android) haben meist standardmäßig integrierten Virenscanner. Letztere überprüfen zum Beispiel Apps, bevor man sie aus den Stores herunterlädt. Apple sperrt das Betriebssystem iOS komplett ab, somit haben Schadprogramme keine Möglichkeit Änderungen am Gerät vorzunehmen. Selbst im App Store befinden sich grundsätzlich keine infizierten Apps, da diese vor Veröffentlichung von Apple geprüft werden. Im Gegensatz zu IOS gibt es Malware für Android, diese steckt oft in Apps, die außerhalb des Play Stores heruntergeladen wurde. Sie sollten sich demnach auf jeden Fall ein gutes Antivirusprogramm für ihr Android Gerät anschaffen.
  • Vorsicht beim Nutzen von Software auf Torrentseiten: Gekaufte Programme sind grundsätzlich frei von Schadprogrammen, was jedoch nicht für Programme von Torrentseiten, Tauschbörsen und anderen bedenklichen Seiten gilt.
  • Regelmäßig Sicherungskopien erstellen: Im Falle einer Infektion mit einem Virus, Trojaner oder sonstiger Malware hilft nämlich meist einzig und allein eine komplette Neuinstallation ihres Systems. Um den Verlust von Daten zu verhindern, sollten Sie daher regelmäßig Sicherungskopien erstellen.
    • Auf einer externen Festplatte, die z.B. per USB an den Computer angeschlossen wird. Es ist wichtig, die Festplatte nach dem Backup wieder abzustecken. Im Falle einer Malware-Infektion könnte das Backup sonst ebenfalls infiziert werden.
    • Bei einem Cloud-Speicherdienst. Zum Backupen und Herunterladen ist eine schnelle und stabile Internetverbindung notwendig und ihre Daten liegen auf einem fremden Server, dessen Verfügbarkeit und Sicherheit nicht unbedingt gewährleistet ist. Sie haben jedoch den Vorteil, dass sie von mehreren Geräten aus Zugriff auf Ihre Daten haben. Wichtig: sensible Daten sollten Sie vor dem Upload verschlüsseln (Crpytomator eignet sich hierfür).

Bei Ransomware handelt es sich um Schadprogramme, die Ihr Betriebssystem mittels unterschiedlicher Methoden infizieren.

Bei der aktuell häufigsten Art wird eine E-Mail mit einem infizierten Anhang verschickt.

  • Sobald der Anhang oder der Link geöffnet wird, verschlüsselt die Malware all Ihre Dokumente, ganz gleich ob diese sich auf Ihrem Computer, auf einer externen Festplatte oder auf einem vernetzten Laufwerk befinden. Der Verschlüsselungsprozess betrifft zuerst die am wenigsten verwendeten Dateien – auf diese Weise bemerken Sie den Angriff nicht sofort. Dieser Prozess kann unterschiedlich lange dauern, abhängig von Ihrer Datenmenge.
  • Sobald die Verschlüsselung abgeschlossen ist, ist Ihr Gerät gesperrt und Sie erhalten eine Nachricht, in der steht, dass Sie eine beachtliche Summe zahlen müssen, um Ihre Dateien zurückzubekommen. Sie werden aufgefordert, in BitCoins zu zahlen, einer virtuellen Währung, die Anonymität bei Transaktionen garantiert.
  • Aber auch beim Zahlen des Lösegeldes haben sie keine Garantie dafür, dass Sie ihr Geld zurück zu bekommen.

  • Trennen Sie das infizierte System vom Netzwerk. Wenn Sie eine infizierte Datei öffnen, es aber sofort bemerken: Trennen Sie das infizierte System vom Netzwerk. Vergessen Sie nicht die kabellosen Verbindungen.
  • Führen Sie einen Scan mit einem Antivirusprogramm durch. Wenn es noch möglich ist, sollten Sie versuchen, ihr Gerät durch das Antivirusprogramm scannen zu lassen um mögliche Schadprogramme zu entfernen.
  • Bezahlen Sie nicht! Und Informieren Sie die Polizei. Zahlen Sie die von Ihnen verlangte Summe nicht und versuchen Sie nicht, den Angreifer zu kontaktieren: Wenn Sie das Lösegeld zahlen, unterstützen Sie damit das Betrugsmodell der Kriminellen, Sie begünstigen derartige illegale Praktiken und fördern die Verbreitung von weiteren Angriffen. Stattdessen sollten Sie den Betrug bei der Polizei melden und Anzeige erstatten.
  • Beratung bei der BEE SECURE Helpline: Falls Sie weitere Fragen haben oder Hilfe benötigen, kontaktieren Sie die BEE SECURE Helpline unter der Nummer 8002 1234. Hier erhalten sie eine kostenlose anonyme und vertrauliche Beratung.

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