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Covid-19: Gefahren im Internet erkennen und sich schützen

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Während das „Covid-19“ Virus (auch Coronavirus-19 genannt) die ganze Welt zum Stillstand bringt, ist es wichtiger denn je, die digitalen Gefahren zu erkennen, die diese Krise mit sich bringt. BEE SECURE gibt Ihnen einen Überblick über die negativen Nebeneffekte im Internet.

Die Desinformation auf ihrem Höhepunkt

Seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen stehen Falschinformationen im Internet im Mittelpunkt der Epidemie. Nicht zuletzt führt auch die Verunsicherung vieler Menschen zur Verbreitung von Gerüchten und somit zu Desinformation.

Deshalb ruft BEE SECURE Sie mehr denn je dazu auf, alle Informationen zu prüfen. Bevor Sie einer Information Glauben schenken oder sie verbreiten, konsultieren Sie offizielle Websites (Regierung, Polizei, Gesundheitsbehörden, etc.) und stellen Sie sich die folgenden drei Fragen:

  1. Wer steckt hinter der Information?
  2. Ist die Quelle vertrauenswürdig?
  3. Wie berichten andere Medien darüber?

Phishing verbreitet sich wie ein Virus

Gegenwärtig verzeichnet die BEE SECURE Helpline eine erhöhte Anzahl von Phishing im Internet: E-Mails, in denen Gesundheitschecks angeboten werden oder in denen behauptet wird, dass der Strom abgeschaltet würde, wenn der Empfänger nicht zahlt, oder es werden gefälschte Covid-19-Testkits zum Verkauf angeboten.

Phishing-E-Mails und -Nachrichten zielen darauf ab, User zu täuschen und dazu zu verleiten, persönliche und vertrauliche Daten preiszugeben. Wenn Sie eine E-Mail von einem unbekannten Absender oder sogar von einer vertrauenswürdigen Organisation (wie z.B. Ihrer Bank) erhalten, aber immer noch Zweifel am Wahrheitsgehalt ihres Inhalts haben, dann klicken Sie nicht auf die Links in der Nachricht und öffnen Sie die Anhänge nicht.

„Schicke diese Nachricht an 10 Freunde…“: Kettenbriefe nehmen zu

„Wenn du diese Nachricht nicht weiterleitest, sucht dich der Geist eines Mädchens heim“, „Schicke diese Nachricht an 10 Freunde, um einen 50-€-Gutschein zu erhalten“: Wer hat noch nie eine solche Nachricht per E-Mail oder in einer Messenger-App wie WhatsApp oder Facebook-Messenger bekommen? Vor allem in der aktuellen Zeit, in der wir unsere digitalen Geräte häufiger nutzen und Kettenbriefe im Überfluss verschickt werden.

BEE SECURE empfiehlt, diese Inhalte zu ignorieren. Denken Sie nach, bevor Sie etwas teilen, das die Empfänger belästigen könnte. Nehmen Sie die Ängste und Sorgen Ihres Kindes angesichts dieser Kettenbriefe ernst. Denn auch wenn diese Nachrichten keinen Wahrheitsgehalt haben, sind die Gefühle Ihres Kindes real. Erklären Sie ihm, dass es sich nicht um wahre Informationen handelt und dass das Teilen dieser Informationen keinen Einfluss auf sein Leben haben wird.

Vorsicht vor Cybermobbing in Messenger-Gruppen in der Schule

Mit der Pandemie kamen die Ausgangsbeschränkungen. Und damit auch neue Arten des Lernens und Arbeitens. Viele Lehrer bleiben mit ihren Schülern über WhatsApp-Gruppen in Kontakt. Bereits 2018, teilte uns die deutsche Studie KIM2018 mit, dass 44% der Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren angaben, Mitglieder einer WhatsApp-Gruppe ihrer Klasse zu sein (ein Prozentsatz, der heute im Jahr 2020 sicherlich noch höher ist).

Das ist eine gute Alternative, um für die Schülerinnen und Schüler pädagogische Kontinuität zu gewährleisten und damit sie sich virtuell austauschen können, aber es kann auch gewisse Gefahren mit sich bringen, wie z.B.: Kettenbriefe, die Nicht-Beachtung des Rechts am eigenen Bild oder Cybermobbing.

Zoombombing boomt!

In Norwegen ist ein Unbekannter nackt in eine Online-Klassenzimmer geplatzt. In den USA wurden zwei Lehrer von einem Troll belästigt, der den Video-Feed umgelenkt hatte. Dieses Phänomen heißt „Zoombombing“. Es ist derzeit viel weiter verbreitet als früher, weil wir diese Art von Tools während der Ausgangsbeschränkungen verstärkt einsetzen. Deshalb ist es wichtig, bei Videokonferenzen aufzupassen und bestimmte Regeln zu beachten. Es sei darauf hingewiesen, dass Plattformen wie Zoom oder Teams bereits Schritte unternommen haben, um dieses Phänomen einzudämmen.

Unangemessener Inhalt: Vorsicht bei Videos im Netz!

Vor diesem besonderen Hintergrund haben einige böswillige Personen unangemessene Inhalte, wie z.B. pornografische Filme, unter dem Titel und dem Foto von Bastel-Tutorials und Anleitungen für kreative Freizeitbeschäftigungen für Familien und damit für Kinder versteckt. BEE SECURE erinnert Eltern daran, Ihre Kinder im Internet zu begleiten, um nicht in diese böswilligen Fallen zu tappen. Es ist unbedingt notwendig, jederzeit, den Inhalt der Videos zu überprüfen!

Wenn Sie auf die Darstellung sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen oder andere illegale Inhalte stoßen, dann melden Sie diese der BEE SECURE Stopline.

„Sharenting“: Eltern teilen viele Fotos ihrer Kinder im Internet

Die Ausgangsbeschränkungen zwingen uns, zu Hause zu bleiben. Daher vertreibt man sich die freie Zeit in der Familie. Oft kommen dabei kreative und lustige Ideen heraus, die sofort durch ein Video oder Foto festgehalten werden, das gleich in sozialen Netzwerken verbreitet wird. Dieses Phänomen wird „Sharenting“ genannt.

In dem Moment scheint das Teilen durch die Eltern (ohne die Zustimmung ihrer Kinder) eine gute Idee zu sein… Aber später kann es für das Kind zu Problemen führen. Tatsächlich könnte dies beispielsweise als Grundlage für Einschüchterungen oder Diskriminierung im Jugendalter dienen. BEE SECURE erinnert daran, dass auch Kinder ein Recht auf informationelle Selbstbestimmung haben.

Wo finden Sie Hilfe?

Die BEE SECURE Helpline bietet eine kostenlose, anonyme und vertrauliche telefonische Beratung an. Bitte zögern Sie nicht, sie bei Bedarf unter folgender Nummer zu kontaktieren: 8002 1234 (montags bis freitags, von 9 bis 16 Uhr) oder per E-Mail über dieses Kontaktformular.

 

Quellen: BEE SECURE, klicksafe.de, mashable.com, www.mpfs.de, www.nbcnews.com

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