
Payconiq wird in Luxemburg schrittweise durch Wero ersetzt. Wann der Wechsel ansteht, hängt von der jeweiligen Bank ab. Die Payconiq-App bleibt noch bis zum 30. September 2026 nutzbar. Übergangsphase könnten Kriminellen als Vorwand für Betrugsversuche dienen.
So gelingt der Wechsel sicher
- Auf die Mitteilung der eigenen Bank warten.
- Die Banking-App selbst öffnen oder die offizielle Webseite der Bank aufrufen.
- Prüfen, ob Wero in die Banking-App integriert ist oder eine separate App benötigt wird.
- Eine separate Wero-App nur über den offiziellen App Store, Google Play oder nach den Anweisungen der eigenen Bank installieren.
- LuxTrust-Anfragen nur bestätigen, wenn man den Vorgang selbst gestartet hat und die angezeigten Angaben stimmen.
- Zugangsdaten, Passwörter oder Codes niemals einer anderen Person mitteilen.
- Sich nicht durch angebliche Fristen, Kontosperrungen oder technische Probleme unter Druck setzen lassen.
Der Wechsel erfolgt Bank für Bank
Wero ist eine europäische Zahlungslösung, die wie Payconiq direkt mit dem Bankkonto verbunden ist. Damit kann man unter anderem Geld senden und empfangen, Rechnungen bezahlen oder bei teilnehmenden Händlern einkaufen.
Die Umstellung erfolgt schrittweise. Die eigene Bank informiert ihre Kundinnen und Kunden, sobald Wero für sie verfügbar ist. Je nach Bank wird Wero direkt in die bestehende Banking-App integriert oder über eine separate Wero-App genutzt. Bei der Einrichtung kann die Verbindung zum Bankkonto über die Banking-App oder mit LuxTrust bestätigt werden.
Die Payconiq-App kann laut den offiziellen Informationen noch bis zum 30. September 2026 genutzt werden.
Die wichtigste Regel lautet daher: Auf die Information der eigenen Bank warten und die Umstellung selbst über deren offizielle Kanäle beginnen.
Wie könnte ein Betrugsversuch rund um die Umstellung ablaufen?
Die Umstellung steht bevor, daher sind noch keine Betrugsfälle gemeldet, aber man kann erwarten dass Betrüger bekannte Maschen nutzen, wie zum Beispiel:
- Eine Nachricht könnte Zeitdruck erzeugen
Eine SMS oder E-Mail könnte beispielsweise behaupten: „Ihr Payconiq-Zugang läuft heute ab“, „Aktivieren Sie Wero jetzt“ oder „Bestätigen Sie den Wechsel mit LuxTrust“.
Ziel wäre es, die betroffene Person unter Druck zu setzen und dazu zu bringen, einen Link zu öffnen, anstatt die Banking-App selbst aufzurufen.
- Der Link könnte zu einer gefälschten Webseite oder App führen
Die Webseite könnte das Aussehen von Wero, Payconiq oder einer bekannten Bank nachahmen. Dort könnten Zugangsdaten zum Online-Banking, Bank- oder Kartendaten sowie weitere persönliche Informationen abgefragt werden.
Mit diesen Daten könnten Kriminelle versuchen, sich beim Online-Banking anzumelden oder eine Zahlung vorzubereiten.
- Ein anschließender Anruf könnte die notwendige Bestätigung liefern
Eine Person könnte sich danach als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter der Bank oder des Wero-Supports ausgeben. Angeblich sei die Aktivierung fehlgeschlagen oder die Verbindung zum Bankkonto müsse noch bestätigt werden.
Ziel des Anrufs könnte es sein, einen Code zu erhalten oder die betroffene Person zu einer LuxTrust-Bestätigung zu bewegen. Die angezeigte Anfrage könnte in Wirklichkeit jedoch eine Anmeldung oder eine Zahlung freigeben.
Eine echte Einrichtung von Wero kann je nach Bank tatsächlich eine Bestätigung über die Banking-App oder LuxTrust erfordern. Diese sollte aber nur erfolgen, wenn man den Vorgang zuvor selbst in der offiziellen App begonnen hat und die angezeigten Angaben dazu passen.
Der Wero-Support ist ausschließlich über den Chat erreichbar. Er ruft nicht an und fordert nicht dazu auf, Bankdaten auf einer Webseite einzugeben.
Wenn bereits etwas passiert ist
Wurden Daten auf einer verdächtigen Webseite eingegeben, eine unbekannte LuxTrust-Anfrage bestätigt, sollte sofort die eigene Bank über ihre offiziellen Kontaktdaten informiert werden.
Nachrichten, Links, Telefonnummern und Screenshots sollten als Beweise aufbewahrt werden.
Ein verdächtiger Kontakt kann außerdem über den offiziellen Wero-Chat gemeldet werden. Bei einem Betrugsversuch oder einem finanziellen Schaden sollte die luxemburgische Polizei kontaktiert werden.







