Unter Desinformationen versteht man „nachweislich falsche oder irreführende Informationen, die mit dem Ziel des wirtschaftlichen Gewinns oder der vorsätzlichen Täuschung der Öffentlichkeit konzipiert, vorgelegt und verbreitet werden und öffentlichen Schaden anrichten können“. Es handelt sich also nicht um unbewusste oder irrtümliche fehlerhafte Meldungen, wie beispielsweise bei der sogenannten „Zeitungsente“, sondern immer um inkorrekte Inhalte, die aus einem bestimmten Grund bewusst produziert und aktiv verbreitet werden.

 

Allgemeinheit

  • Durch soziale Medien verbreiten sich Inhalte nicht nur schneller und weiter.
  • Vielmehr wird auch die ursprüngliche Sender-Empfänger Struktur der klassischen Medien ungültig. Jede Person kann nun Inhalte erstellen, veröffentlichen und verbreiten.
  • Anders als bei den klassischen Massenmedien gibt es bei den sozialen Medien keine Korrektur oder Abnahme der Inhalte vor ihrer Veröffentlichung durch Journalisten. Diese Aufgabe muss also von Ihnen als Nutzer übernommen werden um zwischen qualitativ hoch- und minderwertiger Information, zwischen Meinung oder Tatsachenbehauptung und zwischen echter Information und Desinformation entscheiden zu können.

Mehr zum Thema Desinformation erfahren Sie im themtischen Beitrag „Vom Sinn und Unsinn von (Des)Informationen„.

Die Gründe, weshalb Desinformationen erstellt und verbreitet werden, können ganz unterschiedlich sein.

Der Europarat differenziert vier verschiedene Motivationsfaktoren:

  1. finanzielle Motivationsfaktoren
  2. politische Motivationsfaktoren
  3. soziale Motivationsfaktoren
  4. psychologische Motivationsfaktoren

Die meisten Desinformationen lassen sich den ersten beiden Faktoren zuordnen.

Wie genau finanzielle und politische motivierte Desinformation funktioniert können Sie in unserem thematischen Beitrag „Vom Sinn und Unsinn von (Des)Informationen“ nachlesen.

Wenn Sie eine politisch motivierte Falschmeldung vermuten, ignorieren Sie sie nicht! Nehmen Sie sich die Zeit und recherchieren Sie, ob die Meldung stimmen könnte.

Mit den folgenden 3 Fragen können Sie die Information hinterfragen:

  1. Wer steckt hinter der Information?
  2. Ist die Quelle vertrauenswürdig?
  3. Wie berichten andere davon?

Eine weitere Möglichkeit ist es, Faktenchecker Seiten zu besuchen um zu schauen, ob diese die vermeintliche Falschnachricht nicht bereits als solche entlarvt haben. Einige Beispiele solcher Seiten sind die Seiten: Mimikama, Correctiv, Hoaxbusters oder auch die Hoaxmap.

Weitere Tipps und Tricks wie Sie eine Information hinterfragen können Sie in unserem Kampagnen Dossier „Vom Sinn und Unsinn von Desinformationen“ nachlesen.

Mit Hilfe von Bildersuchmaschinen wie zum Beispiel Tineye oder auch der Google Bilder Rückwärtssuche, kann man überprüfen ob ein Bild bereits in einem anderen Kontext benutzt wurde oder nicht. Hierzu muss man lediglich das Bild in der Suchmaschine hochladen.

Begegnet man einer Information im Internet, die nicht der Wahrheit entspricht, sollten Sie folgendes beachten:

  • Auf keinen Fall weiterleiten oder teilen. Wenn Sie solche Informationen teilen bzw. weiterleiten, sind Sie mit dafür verantwortlich, dass die Desinformation sich verbreitet.
  • Auf Falschmeldung hinweisen und korrigieren. Sie können jedoch versuchen, andere darauf aufmerksam zu machen, indem Sie unterhalb der Information zum Beispiel in Form eines Kommentares darauf hinweisen, dass es sich hierbei um eine Information handelt, die nicht der Wahrheit entspricht. Zur Sicherheit sollten Sie natürlich ihre Aussagen mit Quellen belegen.
  • Information melden. Sind Sie der Meinung, dass es sich bei dieser Information um eine rassistische, revisionistische oder diskriminierende Aussage handelt? Falls ja, dann können Sie die Information bei der BEE SECURE Stopline melden.

Als Deepfakes werden Bilder oder Videos bezeichnet die mittels künstlicher Intelligenz hergestellt wurden. Die täuschend echt wirkenden Bilder und Videos verbreiten sich rasant im Netz. Durch diese Software können in einem Video einer Person Worte in den Mund gelegt werden, welche diese niemals gesagt hat. Nicht nur das Bild, sondern auch die Tonspur (Stimme) kann somit gefälscht werden. Mit dem bloßen Auge ist die Fälschung dieser Videos nicht erkennbar.

Mehr zum Thema Deepfakes können Sie in der News Deep Fakes: gefälschte Videos, täuschend echt nachlesen.

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