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Das World Wide Web hat zu allen Lebensfragen eine oder sogar mehrere Antworten. Seit dem Web 2.0, konsumiert der Nutzer jedoch nicht nur Inhalte, sondern er hat ebenfalls die Möglichkeit selbst Inhalte zu verfassen und zu verbreiten. Hierdurch kommen jedoch auch eine Unmenge an Informationen, darunter auch Falschinformationen, in den Umlauf. Diese Entwicklung verlangt seitens der Nutzer verstärkte Informationskompetenzen. Die kritische Beurteilung von Informationen aus dem Netz sowie die Bewertung von Online-Quellen sollten daher erlernt und für jeden zur Gewohnheit werden.

Allgemeinheit

Achtung Werbung: Neben den klassischen Suchergebnissen, können sich ebenfalls Werbeanzeigen in den Suchergebnissen einschleichen. Diese sind meistens durch das Wort „Anzeige“ oder durch ein farbiges Kästchen gekennzeichnet. Das Kästchen bedeutet, dass die jeweiligen Unternehmen für diese Anzeige Geld an die Suchmaschinenbetreiber gezahlt haben.

Achtung Spam: Spammer geben willkürlich eine riesige Menge an Schlagwörtern an, und locken so viele Besucher auf ihre Webseite. Aus diesem Grund sollte man die Suchanfrage möglichst genau formulieren und den Vorschautext im Resultat gut durchlesen. Sind dort nur Schlagwörter und keine Sätze zu sehen, verbirgt sich hinter der Webseite wahrscheinlich Spam.

Achtung keine neutralen Suchergebnisse: die Ergebnisse sind jeweils vom bisherigen Internetverhaltens des Nutzers abhängig. Durch Hilfe von Cookies werden die Anzeigen oder auch Ergebnisse auf die jeweilige Person zugeschnitten. Dies ist auch der Grund warum die Nutzer großes Interesse an der Datensammlung ihrer Nutzer haben, denn dank dieser können Sie finanziell interessante Werbeanzeigen schalten.

Mit folgenden 3 Fragen können Sie eine Information kritisch hinterfragen

  1. Wer steckt hinter der Information?
  2. Ist die Quelle vertrauenswürdig?
  3. Wie berichten andere darüber?

Diese und weitere Fragen können Ihnen dabei helfen den Wahrheitsgehalt einer Information zu überprüfen. Die Fragen sind jedoch kein Garant dafür, dass es sich nicht um eine Falschmeldung handelt. Aber nicht nur Informationen, sondern auch Bilder gilt es im Internet zu überprüfen.

Fotos und Videos sind nicht unbedingt vertrauenswürdiger als Text. Recherchieren Sie mithilfe einer umgekehrten Bildersuche (z. B. www.images.google.com oder www.tineye.com) die ursprüngliche Herkunft von Bildern. So können Sie prüfen ob ein bestimmtes Foto bereits in einem anderen Kontext benutzt wurde. Es gibt aber weitere Techniken wie zum Beispiel Montage, Fotokombination, Bildauschnitt oder auch die Auswahl des Blickwinkels die ein Bild manipulieren. Manche dieser Techniken sind nicht mehr mit dem bloßen Auge erkennbar. Aus diesem Grund sollte man jedes Bild kritisch betrachten.

 

Faktenchecker ist ein neuer Beruf im Bereich des Journalismus, welcher durch die vermehrte Verbreitung von Falschinformationen im Netz entstanden ist. Anders als andere Journalisten berichten Faktenchecker nicht nur was passiert ist, sondern prüfen die Behauptungen und Inhalte welche im Netz kursieren. Nach der Analyse teilen Sie die Ergebnisse mit der Öffentlichkeit.

Wie genau ein Faktenchecker arbeitet erfahren Sie im BEE SECURE Artikel „Factchecker: im täglichen Kampf gegen die Desinformation„.

Viele Webseiten und soziale Netzwerke wollen Ihnen als Nutzer eine möglichst personalisierte Auswahl an Informationen, bspw. Produkte, bereitstellen. Dazu werden mittlerweile standardmäßig Algorithmen eingesetzt, die alle über den Nutzer zugreifbaren Informationen nutzen – Informationen, die sowohl von innerhalb, aber auch außerhalb der Webseite bzw. des sozialen Netzwerkes gesammelt werden. Algorithmen analysieren dabei nämlich das persönliche Nutzungs- und Surfverhalten (zum Beispiel welchen Personen, Influenzern, Freunden Sie folgen, welche Beiträge und Seiten Sie sich anschauen, welche Produkte Sie kaufen, welche Geräte und Programme Sie nutzen, …), erkennen Trends und Muster in diesen Daten und entscheiden so, welche Inhalte Ihnen angezeigt werden.

Es wird also eine Filterung bzw. eine Sortierung vorgenommen, die auf ihrem individuellen Online-Verhalten basiert. Die Plattformen, die solche Methoden einsetzen, begründen das damit, Ihnen dadurch einen Überblick über die für Sie (vermeintlich) relevantesten Themen geben zu wollen. –für das Ergebnis dieser permanenten Filterung wird gerne der Begriff „Filterblase“ genutzt, in die ein jeweiliger Nutzer quasi immerzu eingeschlossen ist.

 

Erfahren Sie im thematischen Beitrag zu Filterblasen, welche Konsequenzen diese für einen kritischen Diskurs haben können.

Wie tief Sie eigentlich selbst in einer Filterblase „stecken“ und wie Sie aus dieser Blase „herauskommen“ können, finden Sie auf der Webseite filterbubble.lu.

Eltern

Über mögliche Werbung reden: Besprechen Sie mit Ihrem Kind, wie man Werbung und Product-Placement erkennt und zeigen Sie Beispiele (z. B. bezahlte Links in den Suchergebnissen, Produktplatzierungen bei YouTuber/innen).

Filterfunktion installieren: Wer ohne spezielle Kindersuchmaschinen auskommen will, kann auf die eingebauten Filterfunktionen von großen Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo! zurückgreifen. Bei Google heißt dieser Filter „Safer Search“ und lässt sich unter dem Symbol „Einstellungen“ aktivieren. Bei Yahoo! und Bing kann man – ebenfalls unter „Einstellungen“ – einen Familienfilter nach eigenen Bedürfnissen konfigurieren. Die Suchmaschinenfilter konzentrieren sich in erster Linie darauf, pornografisches Material auszusortieren. Ihr Nachteil besteht darin, dass sie schnell und relativ leicht von Kindern deaktiviert werden können. Außerdem arbeiten sie – wie alle Filter – nicht hundertprozentig zuverlässig.

Über Medienkonsum reden: man sollte einen offenen Diskurs pflegen bei der Meinungsvielfalt und Medienpluralität hochgehalten werden.

Medienkompetenz erlernen: man sollte den Kindern aufzeigen woran vertrauensvolle Quellen und Medien zu erkennen sind. Aber auch Angebote die den Kindern selbst die Aufgabe gibt Medien zu produzieren sind für die Entwicklung dieser Kompetenzen wichtig.

Vorbild sein: das kritische Hinterfragen von Medieninhalten sollte von Ihnen als Elternteil vorgelebt werden.

Alternativen aufzeigen: zeigen Sie Ihrem Kind, dass es auch andere Möglichkeiten gibt sich über ein Thema zu informieren (bspw. Bibliothek, Nachrichtensendungen, Radio…)

Mit Kindersuchmaschinen surft der Nachwuchs auf der sicheren Seite, denn hier werden ausschließlich kindgerechte Internetseiten in den Resultaten angezeigt. Anstößige und nicht dem Alter entsprechende Inhalte werden gar nicht erst aufgelistet. Gute Kindersuchmaschinen sind zum Beispiel „Blinde Kuh“, Frag Finn oder Helles Köpfchen“. Auch Eltern finden auf den Kinderportalen so manchen guten Rat und Tipps für ein sicheres Surfen im Netz. Auf Französisch bietet Takatrouvereinen entsprechenden kindgerechten Zugang.

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